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Montage aus den Spieler der nationalelf: Kimmich, Rudy und Werner

Fußball | Nationalmannschaft Darum ist der DFB so gerne in Stuttgart

Stuttgart ist am Montag Gastgeber des WM-Qualifikationsspiels Deutschland gegen Norwegen. Die Nationalmannschaft kehrt gerne in die Schwaben-Metropole zurück - wegen der guten Erinnerungen.

Derzeit bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft in Stuttgart auf die WM-Qualifikationsspiele am Freitag in Tschechien und am Montag eben in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gegen Norwegen vor. Bei zwei Siegen könnte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw schon durch sein und das Ticket für die WM 2018 in Russland in der Tasche haben. Die Qualifikation würde dann also in Stuttgart perfekt gemacht werden - was passen würde. Denn die Heimat des VfB war bereits in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für das DFB-Team.


So erinnert sich DFB-Manager Oliver Bierhoff nur zu gern an die Heim-WM 2006 und das Sommermärchen zurück. Die deutsche Mannschaft hatte damals nach einem tollen Turnier ihr letztes Spiel in Stuttgart, die Partie um Platz drei gegen Portugal. "Wir erinnern uns gerne an den Empfang 2006 in Stuttgart zurück. Nach dem Halbfinal-Aus gegen Italien war unsere Stimmung gedrückt, und dann wurden wir von den Stuttgarter Fans in einer tollen Art und Weise empfangen. Das war für uns damals enorm wichtig und hat uns richtig Rückenwind gegeben", sagte Bierhoff. Die mitreißende Partie endete damals 3:1 für Deutschland. Ende gut, alles gut!


Acht Spieler waren beim VfB Stuttgart

Und auch viele Spieler dürften gerne an Stuttgart zurückdenken - haben sie doch ihre fußballerischen Wurzeln hier im Schwabenland. Torhüter Bernd Leno, Rechtsverteidiger Joshua Kimmich, Abwehrspieler Antonio Rüdiger, die gegen Tschechien verletzt fehlenden Mittelfeldspieler Serge Gnabry und Sami Khedira, Sechser Sebastian Rudy sowie die Angreifer Mario Gomez und Timo Werner. Sie alle eint eines: Sie haben früher beim VfB gespielt.

Für sie ist es eine Art Heimkehr, bei der sie auf viele bekannte Gesichter stoßen. "Ich habe sechs Jahre hier gespielt und vier Jahre im Internat gelebt. Natürlich kommen da Erinnerungen hoch", sagte Joshua Kimmich, der den VfB 2014 in Richtung Leipzig verließ und mittlerweile beim FC Bayern unter Vertrag steht.


Und auch der Bundestrainer hat gute Erinnerungen an Stuttgart. Hier begann einst seine Chef-Trainer-Laufbahn. Mit dem VfB holte er 1997 den DFB-Pokal. "Meine ersten drei Jahre als Trainer habe ich in Stuttgart verbracht. Das war eine Zeit, die ich nie vergesse. Es war ein großer Schritt, so meine ersten Versuche als Bundesliga-Trainer zu machen. Das war für mich prägend", erinnert sich DFB-Coach Löw.


Und nun könnte Löw mit seiner Mannschaft in Stuttgart erneut einen großen Schritt gehen. Sollte Nordirland, der deutsche "Verfolger" in der WM-Qualifikationsgruppe C, in San Marino oder gegen Tschechien Punkte lassen, wäre der Weltmeister mit zwei Siegen durch. Und für Löw und den ein oder anderen Spieler wäre die frühzeitige Quali sicher die nächste prägende "Stuttgarter Erfahrung".