Bitte warten...

Fußball | Mainz 05 So tickt Schmidt-Nachfolger Sandro Schwarz

Nun ist es amtlich: Sandro Schwarz ist der neue Trainer der Profi-Mannschaft von Mainz 05. Für die Bundesliga ist er ein neues Gesicht. In Mainz ist er allerdings schon seit Jahren bestens bekannt.

Sandro Schwarz

Hat eine große Mainzer Vergangenheit - Sandro Schwarz

Sandro Schwarz wurde 1978 in Mainz geboren. Sandro Schwarz hat den Großteil seiner Karriere für Mainzer Vereine gespielt. Sandro Schwarz hat als Trainer nur im Rhein-Main-Gebiet gearbeitet. Das nennt man wohl heimatverbunden. Sandro Schwarz ist Mainzer durch und durch. Ihn kennt jeder im Club, er kennt jeden im Verein. Seit 1997 war er Profi, erst in der 2. Liga, später auch in der Bundesliga. Schwarz war Teil der Mannschaft, die nachhaltig die Vereinsgeschichte von Mainz 05 prägte.

Er war dabei, als der Verein 2002 den Aufstieg um einen Punkt und 2003 den Aufstieg um ein Tor verpasste. 2004 war er dann Mitglied des Teams, das den ersten Aufstieg in die Bundesliga im dritten Anlauf packte. Die Spieler von damals werden in Mainz bis heute gefeiert und verehrt - genauso wie deren damaliger Trainer Jürgen Klopp.

Übernahme der Rückennummer vier

Jürgen Klopp war schon als Spieler Kult bei den 05ern. Fantechnisch war Mainz damals sehr überschaubar - wenn es aber ein Trikot gab, das ab und zu verkauft wurde, dann war es das mit der Rückennummer vier - das Trikot von Jürgen Klopp. Als der am Fastnachtswochenende 2001 von Manager Christian Heidel vom Spieler zum Trainer gemacht wurde, war die Nummer vier plötzlich frei. In der nachfolgenden Spielzeit, ab Sommer 2002 trug dann Sandro Schwarz die beliebteste Rückennummer von Mainz. Eine kleine Anekdote, die aber durchaus der Startschuss zur Trainerkarriere von Sandro Schwarz gewesen sein könnte.

Kein Spiel in der Bundesliga für Mainz 05

Auch das gehört rückblickend prägend zur Fußball-Karriere von Sandro Schwarz. Am 23. Mai 2004 stieg Mainz 05 auf. Für Schwarz war das die Erfüllung eines großen Traums: Er konnte mit seinen 05ern endlich gegen die ganz Großen spielen. Aber Schwarz war unter Jürgen Klopp kein Stammspieler mehr. Er erkannte, dass die Bundesliga vielleicht doch ein wenig zu groß für ihn war und wechselte den Verein. Ein Jahr lang spielte er in der 2.Liga für Rot-Weiß Essen. Aber nach nur einer Saison im Ruhrpott zog es ihn zurück. Da seine Mainzer immer noch in der Bundesliga spielten, schloss er sich dem SV Wehen Wiesbaden an und kickte dort bis 2009. Dort wurde er - wie Jürgen Klopp – direkt vom Spieler zum Trainer befördert.

Einmal Mainzer – immer Mainzer

Zu Beginn der Saison 2011/12 wurde Schwarz Trainer beim 1.FC Eschborn in der Hessenliga, mit dem er in seiner ersten Saison Meister wurde und in die neu gegründete Regionalliga Südwest aufstieg. Er blieb noch ein Jahr in Eschborn, spielte mit dem 1.FC in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Parallel dazu schloss er seine Ausbildung zum Fußballlehrer erfolgreich ab. 2013 wechselte er zu seinem alten Club, dem 1. FSV Mainz 05, bei dem er die U19 als Trainer übernahm. Als Nachfolger von Martin Schmidt wurde er dort im Februar 2015 Trainer der zweiten Mannschaft.

Nun folgt Schwarz also ein zweites Mal auf Schmidt. Er ist die logische Konsequenz in der Mainzer Trainer-Politik. Jürgen Klopp (2001-2008) war erst Spieler, dann Trainer bei den 05ern. Thomas Tuchel war U19 Coach bevor er 2009 (bis 2014) die Profis übernahm. Martin Schmidt war Tuchels Nachfolger und vorher schon fünf Jahre U23-Coach in Mainz. Schwarz hat sich gegen durchaus namhaftere Mitbewerber durchgesetzt.

Und da ist er wieder: der nicht immer ganz alltägliche Mainzer Weg. Sandro Schwarz ist spätestens seit heute ein Teil davon in der vordersten Reihe.