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Fußball | FSV Mainz 05 Johannes Kaluza macht Weg für Neuwahlen frei

Erst war es nur ein Gerücht. Doch dann haben sich die Ereignisse überschlagen: Nachdem die Vereinsführung Johannes Kaluza den Rücktritt nahegelegt hat, macht er den Weg für Neuwahlen frei.

Johannes Kaluza auf der Mitgliederversammlung von Mainz 05

Umstrittener Präsident: Johannes Kaluza

Johannes Kaluza hat offenbar keinen Rückhalt mehr beim FSV Mainz 05. Laut Kicker wollten weder Sportvorstand Rouven Schröder noch die vier Geschäftsführer weiter mit ihm zusammenarbeiten. Gemeinsam hätten sie Kaluza daher zum Rücktritt aufgefordert, da eine Zusammenarbeit schlicht nicht möglich sei und jegliche Vereinsziele gefährde. Sportdirektor Rouven Schröder wollte das am Sonntagmorgen noch nicht bestätigen. Er wolle diese Angelegenheit lieber intern besprechen.


Doch am Sonntagmittag kam Kaluza ihm zuvor und äußerte sich via Twitter.

Weiter wollte Kaluza sich nicht äußern. Dem SWR sagte er, er wolle zum jetzigen Zeitpunkt nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen. Er wolle in den kommenden Tagen die Sachlage gemeinsam mit dem Verein aufarbeiten.

Erst am Mittwoch wurde ein anderer Konflikt beigelegt

Kurios: Erst am Mittwoch waren die Differenzen zwischen Kaluza und dem Aufsichtsrat des Vereins um eine Aufwandsentschädigung für sein Ehrenamt beigelegt worden. Der Aufsichtsrat legte fest, dass Kaluza als ehrenamtlicher Vereinsvorsitzender monatlich 3.000 Euro bekommt.

Vor seiner Wahl hatte Kaluza betont, keine finanziellen Interessen zu haben. Auf einer Mitgliederversammlung hatte der Unternehmer dann aber gefordert, Verdienstausfall, Spesen und Dienstwagen müssten schon drin. Kaluzas Vorgänger, Harald Strutz, soll 23.000 Euro im Monat bekommen haben.

Programm-Tipp

Die Rücktrittsforderungen um Johannes Kaluza beim FSV Mainz 05 sind am Sonntag, ab 22.05 Uhr Thema, in Flutlicht, im SWR Fernsehen RP