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Fußball | Bundesliga VfB siegt deutlich gegen zehn Freiburger

Der VfB Stuttgart ist im Jahr 2017 weiterhin ohne Heim-Niederlage. Im Baden-Württemberg-Derby gegen den SC Freiburg behielt die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf mit 3:0 (2:0) die Oberhand - begünstigt auch durch eine frühe Rote Karte für die Breisgauer.

VfB-Angreifer Daniel Ginczek bejubelt das 1:0 für den VfB Stuttgart

VfB-Angreifer Daniel Ginczek bejubelt das 1:0 für den VfB Stuttgart

Vor ausverkauftem Haus und 60.000 Zuschauern versuchte der VfB, von Beginn an Druck zu machen. Den ersten Aufreger gab es nach zehn Minuten: Freiburgs Abwehrspieler Caglar Söyüncü prallte im Laufduell mit VfB-Angreifer Daniel Ginczek der Ball an die Hand. Schiedsrichter Tobias Stieler ließ zunächst weiterlaufen, ehe er dann doch den Videobeweis bemühte. Danach zeigte der Referee Söyüncü die Rote Karte und entschied auf Freistoß für Stuttgart. Berkay Özcan verzog allerdings aus aussichtsreicher Position. SC-Trainer Christian Streich regte sich derweil wegen der Roten Karte fürchterlich auf.

Schiedsrichter Tobias Stieler zeigt Caglar Söyüncü vom SC Freiburg die Rote Karte

Schiedsrichter Tobias Stieler zeigt Caglar Söyüncü vom SC Freiburg die Rote Karte

Schwolow rettet gegen Akolo

Danach zog sich Freiburg in Unterzahl weiter zurück, der VfB machte das Spiel. Einen Schuss von Stuttgarts Angreifer Chadrac Akolo lenkte SC-Keeper Alexander Schwolow an die Latte (23. Minute). Nur eine Woche später hatte wieder Akolo die Chance, doch erneut rettete Schwolow.


Ginczek und Pavard sorgen für die Führung

In der 38. Minute dann war auch Schwolow machtlos. Özcan setzte sich auf der linken Seite durch, seinen Querpass verwertete Daniel Ginczek auf fünf Metern mit der Fußspitze. SC-Verteidiger Christian Günter kam einen Schritt zu spät. Das erste Saisontor für Ginczek, der unter der Woche schon im DFB-Pokal getroffen hatte. In der 43. Minute hätte Timo Baumgartl nach einer Ecke auf 2:0 erhöhen könne, doch der Kopfball des Verteidigers flog ganz knapp am Freiburger Tor vorbei. Besser machte es Benjamin Pavard in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einem Freistoß köpfte der Franzose den Ball mit den Hinterkopf ins Freiburger Tor, wiederum war Özcan der Vorbereiter. Das 2:0 für den VfB - gleichzeitig der Halbzeitstand.


In der zweiten Halbzeit brachte Freiburgs Coach Streich Ryan Kent für Marco Terrazzino. Doch am Spiel änderte sich zunächst wenig. Mit der Führung im Rücken begnügte sich der VfB damit, Gegner und Ball zu kontrollieren, ohne zu sehr ins Risiko zu gehen. Von Freiburg kam - auch bedingt durch die Unterzahl - weiterhin wenig. Bezeichnend: Erst in der 60. Minute hatten die Breisgauer durch Janik Haberer ihren ersten Torschuss.

Doch immerhin wurde Freiburg im Anschluss etwas mutiger. Klare Chancen blieben trotzdem erst einmal aus - trotz der Passivität des VfB in dieser Phase. Die Schwaben hatten ebenfalls keine eindeutigen Torgelegenheiten. In der 75. Minute hatte Kent dann die erste richtig gute Chance für den Gast. Nach Pass von Haberer schoss er knapp am VfB-Tor vorbei.

Terodde macht den Deckel drauf

In der 82. Minute dann die Entscheidung: Einen verunglückten Schussversuch von Santiago Ascacibar nahm der für Ginczek eingewechselte Simon Terodde im Freiburger Strafraum auf und verwandelte aus sechs Metern mit links zum 3:0. Gleichzeitig der Endstand. Für den VfB der vierte Saisonerfolg, der Aufsteiger liegt mit 13 Punkten, die er alle Zuhause holte, auf Rang zwölf. Freiburg ist Fünfzehnter mit acht Zählern und muss den Blick nach unten richten.


VfB Stuttgart - SC Freiburg 3:0 (2:0

Stuttgart: Zieler - Beck, Baumgartl, Pavard, Emiliano Insua - Ascacibar, Burnic (85. Grgic) - Asano, Akolo (73. Ailton), Berkay Özcan - Ginczek (67. Terodde). - Trainer: Wolf

Freiburg: Schwolow - Koch, Schuster, Söyüncü - Stenzel, Frantz, Höfler, Günter - Niederlechner (46. Kath), Haberer (75. Petersen), Terrazzino (46. Kent). - Trainer: Streich

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Tore: 1:0 Ginczek (38.), 2:0 Pavard (45.+4), 3:0 Terodde (82.)

Zuschauer: 58.872

Rote Karte: Söyüncü wegen Handspiels (12., nach Videobeweis)