Bitte warten...

Fußball | Bundesliga Mainzer Serie hält dank Joker Suat Serdar

Die Serie des FSV Mainz 05 hat gehalten: Nach dem 1:1 (0:1) der Rheinhessen im Freitagsspiel der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt haben die 05er weiterhin noch nie in einem Ligaspiel vor heimischer Kulisse gegen den hessischen Rivalen verloren. Das war aber auch schon das einzig positive aus Mainzer Sicht in einer dürftigen Partie.

Kopfballduell zwischen dem Mainzer Fabian Frei und Marc Stendera von Eintracht Frankfurt

Kopfballduell zwischen dem Mainzer Fabian Frei und Marc Stendera von Eintracht Frankfurt

In einem Ligaspiel konnte die Eintracht noch nie beim FSV Mainz 05 gewinnen. Und den Hausherren war von Beginn an anzumerken, dass sie diese Serie fortführen wollten. Ohne den Pokal-Doppeltorschützen Viktor Fischer und ohne Spielmacher Alexandru Maxim (beide auf der Bank) nahm die Elf von Trainer Sandro Schwarz das Heft in den ersten Minuten in die Hand. Doch mehr als ein harmloser Abschluss von Pablo de Blasis sprang für die Rheinhessen nicht heraus. Die Eintracht stand zunächst tief und hatte in der zweiten Minute und in der zwölften Minute zwei kleinere Gelegenheiten. Zunächst verzog Marc Stendera aus 15 Metern (2.), dann war der Schuss von Ante Rebic für 05-Keeper Robin Zentner, der den verletzten René Adler vertrat, kein Problem (12.).

Nach rund 15 Minuten übernahm die Eintracht mehr und mehr das Kommando, Mainz spielte in dieser Phase zu passiv. Die Hessen generierten zwar einige Standardsituationen, wirklich gefährlich vor dem gegnerischen Tor wurden sie aber auch nicht.

Mainzer Fehlerkette

Mussten sie auch nicht, denn eine Mainzer Fehlerkette führte in der 37. Minute zur Führung der Eintracht. Daniel Brosinski verlor an der eigenen Grundlinie völlig unnötig den Ball gegen SGE-Flügelspieler Marius Wolf. Dieser zog in den Strafraum der 05er, passte scharf nach innen, wo der Mainzer Kapitän Stefan Bell den Ball ins eigene Tor lenkte. Danach passierte bis zur Pause nicht mehr viel, so dass die Gäste in einem schwachen Spiel nach 45 Minuten vorne lagen.


05-Coach Schwarz nahm zur Pause keine personellen Veränderungen vor. Die erste Chance hatte wieder Frankfurt: Rebic scheiterte in der 48. Minute an Zentner. Mainz fiel zunächst gegen tief stehende und auf Konter lauernde Gäste nicht viel ein. Ein Schüsschen von de Blasis in der 55. Minute war der einzige halbwegs gefährliche Abschluss, der Italiener zielte aber weit über das Frankfurter Tor. Es war erst der dritte Torschuss überhaupt für die Rheinhessen - eine sehr dürftige Bilanz nach einer Stunde.

Der Mainzer Joker sticht

Trotzdem fiel wenig später der Ausgleich: Die Eintracht bekam den Ball nicht weg. Rechts im Frankfurter Strafraum kam der Mainzer Yoshinuri Muto an den Ball. Die Hereingabe des Japaners schoss der für Fabian Frei eingewechselte Suat Serdar unhaltbar in den rechten Winkel zum 1:1 ein (71.).

Wer dachte, der Treffer von Serdar sei der Auftakt zur Schlussoffensive beider Teams, sah sich getäuscht. Beide vermieden erst einmal das Risiko. Einzig ein Kopfball von Bell nach einer Ecke sorgte noch einmal für Gefahr, doch Eintracht-Keeper Lukas Hradecky packte sicher zu. So blieb es letztlich beim verdienten 1:1-Remis in einer äußerst dürftigen Partie, die keinen Sieger verdient hatte. Das Spiel lebte von Kampf und Krampf, klare Torszenen musste man in den 90 Minuten mit der Lupe suchen.

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)

FSV Mainz 05: Zentner - Donati, Diallo, Bell, Brosinski - Latza, Gbamin, Frei (57. Serdar) - Öztunali (82. V. Fischer), de Blasis - Muto (87. Kodro)

Eintracht Frankfurt: Hradecky - C. Salcedo, Abraham, Falette - M. Wolf, Boateng, Stendera (88. M. Russ), Willems - Gacinovic (85. de Guzmán) - Haller, Rebic (74. D. Blum)

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: 33.794

Tore: 0:1 Bell (37./Eigentor), 1:1 Serdar (71.)


Programm-Tipp

Der SWR zeigt die Höhepunkte der Partie FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag ab 22.05 Uhr im Flutlicht im SWR Fernsehen.