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Fußball | Bundesliga Mainz dreht die Partie gegen den VfB Stuttgart

Big points für den FSV Mainz 05: am 19. Spieltag der Bundesliga drehten die Rheinhessen die Partie gegen den VfB Stuttgart und siegten wie im DFB-Pokal vor dreieinhalb Wochen nach 0:1-Rückstand - diesmal mit 3:2 (1:1).

Die Stuttgarter Benjamin Pavard (li.) und Timo Baumgartl (re.) und der Mainzer Yoshinori Muto kämpfen um den Ball

Die Stuttgarter Benjamin Pavard (li.) und Timo Baumgartl (re.) und der Mainzer Yoshinori Muto kämpfen um den Ball

Gut eine Stunde vor Spielbeginn in Mainz gab es Irritationen auf Seite des VfB Stuttgart. Flügelspieler Chadrac Akolo durfte kurzfristig nicht mitspielen. Bei der Beantragung der Spielberechtigung für den 22-Jährigen seien technische Probleme aufgetreten. Es habe einen Übermittlungsfehler an die Deutsche Fußball Liga (DFL) gegeben, erklärte Sportvorstand Michael Reschke. "Wir sind gerade dabei, das Thema zu prüfen. Daher können wir Chadrac heute nicht einsetzen." Nach Angaben des Vereins habe Akolo im letzten Sommer zunächst nur eine erste Aufenthaltsgenehmigung erhalten, die an diesem Freitag ablief. Der VfB schickte der DFL bereits im August die Bestätigung einer verlängerten Aufenthaltsgenehmigung. Doch wie sich kurz vor dem Anpfiff herausstellte, kam diese Bestätigung bei der DFL nie an. Damit fehlte den Schwaben ihr bester Torschütze (vier Treffer) der bisherigen Saison.

Mainz mit dem besseren Start

Sportlich erwischte Mainz 05 den besseren Start und hätte bereits in der dritten Minute in Führung gehen müssen. Robin Quaison legte mit der Brust für Yoshinori Muto ab, der völlig frei vor VfB-Keeper Ron-Robert Zieler auftauchte. Der Weltmeister von 2014 konnte allerdings per Fußabwehr klären. Nur zwei Minuten später prüfte Alexander Hack den Stuttgarter Torhüter per Fernschuss. Zieler war erneut zur Stelle und rettete mit den Fäusten zur Ecke.

Eigentor durch Hack

Der VfB wurde in der elften Minute zum ersten Mal offensiv gefährlich. Berkay Öczan scheiterte per Kopfball aus fünf Metern am Mainzer Keeper Robin Zentner. Wenig später dann die Führung für den Aufsteiger. Nach einem Freistoß von rechts flog Zentner am Ball vorbei, Badstuber stocherte das Leder in Richtung Tor. Drei Mainzer berührten die Kugel noch, allerdings konnten sie den Gegentreffer nicht mehr verhindern. Die Führung für den VfB (20.) - es war wohl ein Eigentor von Hack, der als letzter Mainzer am Ball war.

Der VfB Stuttgart (schwarze Trikots) geht durch ein Mainzer Eigentor mit 1:0 in Führung

Der VfB Stuttgart (schwarze Trikots) geht durch ein Mainzer Eigentor mit 1:0 in Führung

Wenig später die Riesenchance für die Rheinhessen zum Ausgleich. Ein zu kurzer Rückpass von Stuttgarts Benjamin Pavard nahm Gerrit Holtmann auf und lief frei auf Zieler zu. Doch erneut rettete der starke VfB-Keeper (26.). In der 42. Minute dann der vermeintliche Ausgleich für Mainz. Nach Flanke von Daniel Brosinski köpfte Suat Serdar zum 1:1 ein, doch wegen eines Handspiels von Serdar weit vor dem eigentlichen Tor wurde der Treffer nach Videobeweis zurückgenommen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann doch noch der Ausgleich. Muto zog aus knapp zwanzig Metern ab, sein Schuss wurde noch leicht abgefälscht, Zieler konnte nicht mehr retten. Ein Patzer des sonst so starken Torhüters. So ging es mit einem 1:1 in die Pause.

Muto sorgt für die Mainzer Führung

Auch in der zweiten Halbzeit erwischte Mainz den besseren Start. Nach einer Linksflanke von Holtmann scheiterte Muto aus sieben Metern an Zieler, netzte den Abpraller aber ein (54.) - die Führung für die Rheinhessen.

Der VfB - bei dem Mario Gomez zu Beginn der zweiten Halbzeit angeschlagen runter musste - zeigte sich nun geschockt. Und Mainz machte weiter Druck - mit Erfolg: Holtmann zog aus 15 Metern ab (64.), Zieler ließ den eigentlich nicht allzu gefährlichen Schuss passieren und so stand es 3:1 für die 05er. Zwei Minuten später hätte Quaison erhöhen könne, doch diesmal war Zieler wieder zur Stelle. Stuttgart war jetzt völlig von der Rolle.

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Daniel Brosinski: "Wichtiger Sieg gegen den VfB"

Brosinski, Daniel

Dem VfB fiel bis auf einen Distanzschuss von Timo Baumgartl (70.) nicht fiel ein. Mainz nahm jetzt Tempo raus und begnügte sich damit, das Spiel zu kontrollieren und verwaltete dabei seine Führung. Trotzdem kamen sie bei Ballgewinnen immer wieder zu Konterchancen, die aber nichts mehr einbrachten. In der Nachspielzeit sorgte der für Gomez eingewechselte Gkinczek dann noch für Ergebniskosmetik und verkürzte auf 2:3 - danach passierte allerdings nichts mehr.

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VfB-Verteidiger Dennis Aogo nach dem 2:3 in Mainz

Mansel, Felix

So blieb es letztlich beim 3:2 für Mainz 05, dass damit im vierten Anlauf endlich die ersten Punkte in dieser Saison gegen einen Aufsteiger einfahren konnte. Beide Teams stehen mit nun 20 Punkten aus 19 Spielen knapp über dem Strich - der VfB auf Rang 14, Mainz auf Platz 15.

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 3:2 (1:1)

FSV Mainz 05: Zentner - Hack, Gbamin, Diallo, Brosinski - Serdar (74. Bell), de Jong, Latza - Quaison, Holtmann (66. Donati) - Muto (83. Berggreen)

VfB Stuttgart: Zieler - Pavard, Baumgartl, Badstuber, Aogo - Ascacibar, Gentner - Donis (65. Burnic), B. Özcan, Insua (46. Kaminski) - Gomez (51. Ginczek)

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 25.736

Tore: 0:1 Badstuber (19.), 1:1 Muto (45.+2), 2:1 Muto (54.), 3:1 Holtmann (64.), 3:2 Ginczek (90.+1)


Programm-Tipp

Alles zum Bundesliga-Spiel des FSV Mainz 05 gegen den VfB Stuttgart sehen Sie am Sonntag in den Sendungen Flutlicht im SWR Fernsehen RP und Sport im Dritten im SWR Fernsehen BW. Zudem ist 05-Stürmer Anthony Ujah zu Gast in Flutlicht. Los geht's um 22:05 Uhr.