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Fußball | Bundesliga Landet Serge Gnabry doch noch in Hoffenheim?

Serge Gnabry wechselt von Werder Bremen zum FC Bayern München und unterschreibt an der Isar einen Dreijahres-Vertrag. Allerdings könnte sich jetzt doch noch eine "Hintertür" nach Hoffenheim öffnen.

Serge Gnabry verabschiedet sich aus Bremen

Serge Gnabry verabschiedet sich vom SV Werder Bremen

"Wir freuen uns, dass in Serge Gnabry ein weiterer junger, deutscher Nationalspieler zum FC Bayern kommt. Serge hat in Bremen eine sehr gute Entwicklung genommen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch am Sonntag nach der offiziellen Bekanntgabe der Verpflichtung. Und auch Serge Gnabry selbst nannte es "eine große Ehre, Teil des FC Bayern zu werden. Vor mir liegt eine spannende Zeit, auf die ich mich sehr freue".

Aber beginnt die neue, die "spannende Zeit" (Gnabry) ab dem Sommer tatsächlich schon in München? Auch 1899 Hoffenheim war an dem quirligen Bremer interessiert. Und Manager Alexander Rosen hat sein Interesse am zukünftigen Bayern-Profi und U21-Nationalspieler am Dienstag Serge Gnabry bestätigt. "Natürlich ist Gnabry ein spannender Spieler. Aber allgemein gilt: Wenn der FC Bayern ruft, dann kann in Deutschland kein Verein mithalten", sagte Rosen im Interview mit der Sport Bild.

Carlo Ancelotti will nach der Vorbereitung entscheiden

Auch FC-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti deutete an, dass ein Leihgeschäft grundsätzlich möglich sei: "Er wird bei uns starten. Nach der Vorbereitung werden wir eine Entscheidung treffen. Wir werden sehen, ob er bleibt", sagte der 58-Jährige. Das hängt aber auch davon ab, ob die Bayern einen Abnehmer für Douglas Costa finden, der mit Juventus Turin in Verbindung gebracht wird.

Hoffenheim war sich mit dem Spieler selbst bereits Einigung über einen Wechsel einig, ehe dann doch noch die Bayern mit ihrer mutmaßlichen Option auf die Verpflichtung dazwischen grätschten. Von daher ist der Gedanke nicht abwegig, dass der Stürmer doch noch im Kraichgau landet.

Gnabry könnte in Hoffenheim Spielpraxis sammeln

Das wiederum würde aus vielerlei Hinsicht Sinn machen: Für den FC Bayern München, der mit der Verpflichtung ab sofort den Finger auf dem ehemaligen Stuttgarter Sturmtalent hat und ihm trotzdem im Kraichgau - solange bei den Bayern noch die unumstrittenen Robben und Ribbery wirbeln - weitere wichtige Spielpraxis vermitteln könnte.

Für die TSG 1899 Hoffenheim, die zumindest für ein oder zwei Jahre für wenig Geld eines der größten deutschen Sturmtalente in seinen Reihen hätte und damit seinen Kader angesichts der Europapokal-Belastung in der Breite und in der Spitze verstärken könnte. Und auch für Serge Gnabry selbst wäre der "Umweg Hoffenheim" nicht die schlechteste Idee: Der 21jährige müsste zunächst nicht mit den genannten Weltstars um einen Stammplatz rangeln, sondern könnte sich bei einem Trainer wie Julian Nagelsmann kontinuierlich weiterentwickeln. Mit der Perspektive Bayern München im Hinterkopf.

Wie einst David Alaba

Gnabry wäre übrigens nicht der erste Spieler des FC Bayern München, der als Leihgabe im Kraichgau einen wichtigen Karriereschritt macht: Vor einigen Jahren war der damals erst 19jährige David Alaba für ein halbes Jahr zu Gast in Hoffenheim und reifte dort zum vollwertigen Bundesligaspieler, bevor er nach München zurückkehrte.

Serge Gnabry war erst im vergangenen Sommer vom FC Arsenal zu Werder Bremen gewechselt und absolvierte insgesamt 27 Bundesligapartien für die Grün-Weißen. Dabei erzielte der Offensivspieler elf Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. Im November 2016 debütierte Gnabry dank seiner starken Leistungen im DFB-Team. Gnabry selbst hatte sich Anfang Juni in den sozialen Medien bei den Werder-Fans verabschiedet und seinen Abgang erklärt.