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Fußball | Bundesliga Kommt es zum Duell der alten, neuen Stürmer?

Anthony Ujah gegen Mario Gomez, Mainz 05 gegen den VfB Stuttgart. Das Südwest Duell ist auch ein Duell in der Offensive.

Anthony Ujah und Mario Gomez, dahinter die Logos von Mainz 05 und VfB Stuttgart

Am Samstag treten die beiden Rückkehrer Anthony Ujah und Mario Gomez gegeneinander an

Bis auf den Hamburger SV und Werder Bremen haben alle Bundesliga-Vereine im Abstiegskampf im Sturm nachgebessert. Der prominenteste Offensiv-Neuzugang ist sicherlich Mario Gomez beim VfB Stuttgart. Der Rückkehrer konnte gleich im ersten Spiel (1:0 gegen Hertha BSC Berlin) überzeugen. Hannes Wolf hat das Spiel auf Gomez zugeschnitten, setzt seinen Star gezielt ein. "Es ist doch klar, wenn du so einen Topmann holst, dass du dann dein Spiel auf ihn einstellst", sagte der VfB-Trainer am Donnerstag.

Gegen Berlin hat das schon ganz gut geklappt. VfB-Sportvorstand Michael Reschke: "Mario gehört gefühlt zu den besten drei Stürmern Deutschlands seit zehn Jahren, der hat einfach eine eingebaute Torgefahr". Gegen Berlin war Gomez schon nah dran am ersten Tor, gegen Mainz soll es dann zum ersten Bundesliga-Treffer nach der Rückkehr kommen.


Spielt Ujah überhaupt von Beginn an?

Mainz 05 hat schon kurz vor Weihnachten Anthony Ujah verpflichtet. Auch er ist ein Rückkehrer. Der nigerianische Nationalspieler kickte bereits in der Saison 2011/2012 für die Rheinhessen. Fun-Fact am Rande: Am 4. November 2011 schoss Ujah seine beiden einzigen Bundesligatore für die Mainzer – bei einem 3:1 Sieg gegen den VfB Stuttgart. Ob Anthony Ujah gegen Stuttgart aber überhaupt von Beginn spielt ließ sein Trainer Sandro Schwarz am Donnerstag noch offen: "Tony ist voll drin in der Mannschaft, seine Fitness-Werte sind top. Er wird uns noch helfen. Ob er am Samstag spielt? Mal sehen wie wir das Puzzle dann zusammensetzen".

Programm-Tipp

Anthony Ujah ist am Sonntag, ab 22:05 Uhr, zu Gast bei Flutlicht im SWR Fernsehen RP.

Leon Balogun, Ujahs Kollege bei Mainz 05 und in der nigerianischen Nationalelf, nennt Ujah einen echten Freund: "Er ist eine Frohnatur, wir sind viel am lachen. Er bringt einfach auch viel Positives in die Truppe. Ich hoffe, dass er ganz schnell auch auf dem Platz Fuß fasst".

Stuttgart will die Revanche

Vor nur 32 Tagen, im letzten Pflichtspiel beider Teams, trafen die beiden Vereine im DFB-Pokal-Achtelfinale ebenfalls in Mainz aufeinander. Mainz gewann mit 3:1 gegen den VfB Stuttgart. Diesen Erfolg wollen die Mainzer natürlich gerne wiederholen. Nach dem verpatzten Rückrunden-Start (2:3 Niederlage in Hannover) hatten die Mainzer nach Aussage von Trainer Sandro Schwarz eine intensive, fokussierte Trainingswoche. Vor allem an der Defensive wurde gearbeitet. Sein Wunsch für Samstag ist: "Ich will, dass meine Spieler alles rausfeuern, dass sie jeden Zweikampf so führen, als wäre es der letzte in ihrem Leben".

Schwarz ist immer noch stocksauer und wirkt fast ein bisschen ratlos, warum seine Mannschaft eine 2:0 Führung in Hannover innerhalb von wenigen Minuten hergegeben hat. "Da müssen wir hinten den Ball auch einfach mal raushauen, notfalls auf die Tribüne. Diese Gegentore aus Standards nerven mich gewaltig. Wir wollen am Samstag dieses Spiel gewinnen, mit einer Energieleistung."

Programm-Tipp

Der SWR überträgt das Bundesliga-Spiel des FSV Mainz 05 gegen den VfB Stuttgart am Samstag, ab 15:05 Uhr, in SWR 1 Stadion.

Stuttgart will die Mainzer Standard-Schwäche ausnutzen

Diese Abwehr-Schwäche der 05er hat VfB-Trainer Hannes Wolf natürlich längst ausgemacht: "Wenn du oft vorne bist, dann hast du eine höhere Wahrscheinlichkeit, Standards zu provozieren. Das Hinspiel haben durch ein Tor nach einer Ecke gewonnen, deswegen sind Standard-Situationen auf jeden Fall eine Option, das war auch noch einmal ein großer Schwerpunkt in der Vorbereitung; daraus würden wir gerne etwas machen".

Beide stehen unter Druck

Für die Stuttgarter ist klar: Es wird Zeit für einen Erfolg. "Wir wollen diesen Auswärtssieg. 19:1 ist ja Wahnsinn - also 19 Punkte zuhause und einen auswärts ist ja verrückt. Das muss sich jetzt ändern." Die Situation am Samstag könne laut Wolf aber nicht mit dem Pokalspiel vergleichen. Dieser Meinung ist Sandro Schwarz in Mainz auch: "Schädlich ist es sicher nicht, dass wir da unsere letztes Positiv-Ereignis hatten. Daraus abzuleiten, dass wir das gleiche machen, wie im Pokalspiel und der Gegner auch, das ist relativ schwierig. Es ist aber trotzdem ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir gegen die vor nicht allzu langer Zeit schon einmal gewonnen haben."