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Fußball | Bundesliga Elfmeter-Festival in Freiburg

Insgesamt drei Elfmeter, zwei Tore und am Ende ein Punkt für beide Mannschaften. Beim 1:1 (0:0) zwischen dem SC Freiburg und Hertha BSC war einiges geboten - nur einen Sieger gab es nicht.

Zweikampf zwischen Florian Niederlechner vom SC Freiburg (li.) und Per Skjelbred von Hertha BSC

Zweikampf zwischen Florian Niederlechner vom SC Freiburg (li.) und Per Skjelbred von Hertha BSC

Freiburg fand gut ins Spiel, aber die erste Chance hatten die Gäste: Angreifer Vedad Ibisevic prüfte in der vierten Minute SC-Keeper Alexander Schwolow aus spitzem Winkel. In der elften Minute hatten die Breisgauer ihren ersten gefährlichen Abschluss: Offensivspieler Marco Terrazzino verzog aus zwanzig Metern knapp. Beide Teams waren nach der Anfangsphase darauf bedacht, defensiv sicher zu stehen, großes Risiko wurde vermieden.

In der 34. Minute hätte Freiburg dann in Führung gehen müssen. Terrazzino bediente Haberer, der aus wenigen Metern nur noch einschieben musste. Doch Hertha-Verteidiger Karim Rekik kratzte den Ball noch von der Linie. In der 40. Minute war es erneut der starke Terrazzino, der aus spitzem Winkel abzog. Berlins Keeper Rune Jarstein war allerdings zur Stelle. Das war es aber auch schon in Durchgang eins - nach ereignisarmen 45 Minuten ging es mit einem 0:0 in die Pause.


Haberer trifft vom Punkt

In der zweiten Halbzeit waren gerade fünf Minuten gespielt, als Hertha-Verteidiger Niklas Stark Freiburgs Christian Günter im Berliner Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Guido Winkmann entschied auf Elfmeter und blieb auch nach dem Videobeweis bei seiner Entscheidung. Jannik Haberer ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen und brachte Freiburg in Führung (52. Minute).

Die Reaktion der Gäste fiel zunächst verhalten aus. Bis auf einen Freistoß von Marvin Plattenhardt (62.) erspielten sie sich in der Folge keine nennenswerten Gelegenheiten. Anders die Hausherren: Nach einem Konter scheiterte Mike Frantz an Jarstein, der Hertha-Keeper rettete dann auch gegen den heranstürmenden Haberer.

Kalou verschießt Elfmeter

Doch dann patzte Freiburg: Julian Schuster foulte den Berliner Arne Maier im SC-Strafraum, wieder zeigte Winkmann auf den Punkt. Den folgenden Elfmeter setzte Salomon Kalou dann aber übers Freiburger Tor (77.).

Die Freude der Breisgauer währte allerdings nur kurz. In der 79. Minute foulte Nicolas Höfler Berlins Davie Selke, Winkmann entschied zum dritten Mal auf Strafstoß, wieder wurde der Videobeweis bemüht. Diesmal behielt Kalou die Nerven und traf zum Ausgleich (81.). Nur eine Minute später parierte Schwolow stark gegen Valentino Lazaro. Beide Teams riskierten in der Schlussphase mehr und drängten auf den Sieg. In der 90. Minute hatte dann Freiburg die Riesenchance auf den Sieg, doch Jarstein lenkte einen Freistoß von Schuster mit den Fingerspitzen an die Latte. Den Abpraller brachte Caglar Söyüncü nicht im Berliner Tor unter. So blieb es beim 1:1 - für Freiburg eigentlich zu wenig. Der SC liegt nun mit acht Punkten aus neun Spielen auf Rang 15 - und nächste Woche geht es zum baden-württembergischen Derby zum VfB Stuttgart.

SC Freiburg - Hertha BSC 1:1 (0:0)

Freiburg: Schwolow - Lienhart (85. Koch), Schuster, Söyüncü - Stenzel, Höfler, Günter - Frantz, Haberer (74. Petersen) - Niederlechner, Terrazzino (85. Kath). - Trainer: Streich

Berlin: Jarstein - Weiser, Stark, Rekik, Plattenhardt - Lustenberger (74. Arne Maier), Skjelbred - Leckie, Duda (57. Lazaro), Kalou - Ibisevic (46. Selke). - Trainer: Dardai

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

Tore: 1:0 Haberer (52., Foulelfmeter), 1:1 Kalou (81., Foulelfmeter nach Videobeweis)

Zuschauer: 23.800

Besonderes Vorkommnis: Kalou schießt Foulelfmeter über das Tor (77.)

Alles rund um das Bundesligaspiel zwischen dem SC Freiburg und Hertha BSC erfahren Sie ab 22.05 Uhr in Sport im Dritten im SWR-Fernsehen BW.