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Fußball | Bundesliga Der VfB Stuttgart gliedert Profiabteilung aus

Der VfB Stuttgart darf seine Fußball-Abteilung in eine AG ausgliedern. Die Mitglieder des Clubs stimmten am Donnerstag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung mit der erforderlichen Mehrheit für den Antrag der Vereinsführung.

Ausgliederung Ja oder Nein? Präsident Wolfgang Dietrich und Sportdirektor Jan Schindelmeiser warteten bei der außerordentlichen Mitglieder-Versammlung des VfB Stuttgart entspannt auf das Ergebnis.

Präsident Wolfgang Dietrich und Sportdirektor Jan Schindelmeiser warteten entspannt auf das Ergebnis

Das "Jahrhundertprojekt" des VfB Stuttgart steht. Elf Tage nach dem Bundesliga-Aufstieg hat der VfB Stuttgart auch finanziell den Rückstand auf die Topclubs verkleinert und darf seine Fußball-Abteilung in eine AG ausgliedern. Die Mitglieder des Traditionsvereins stimmten am Donnerstag bei einer emotionalen außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Fußball-Arena mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit für den Antrag der Vereinsführung um Präsident Wolfgang Dietrich. Mehrfach gab es bei den Redebeiträgen laute Pfiffe und starken Applaus. "Seid gewiss, dass wir sorgsam mit eurem Vertrauen umgehen werden. Auch mit den Mitteln, die dem Verein zufließen", sagte Dietrich.

Daimler AG will 41,5 Mio Euro investieren

Damit kann die Daimler AG als sogenannter Ankerinvestor für 41,5 Millionen Euro 11,75 Prozent der Anteile übernehmen. "Wir sind hoffentlich heute am Ende einer Abwärtsspirale, die viele Jahre gedauert und viel Geld gekostet hat", sagte Dietrich in seiner Rede vor der Abstimmung. "Ein Verein, der in einer der größten Krisen seiner Geschichte 11.000 neue Mitglieder gewinnt, der kann nicht kaputtgehen." Am Donnerstag waren 55.000 Menschen VfB-Mitglied.

14.000 Mitglieder in der Arena

Mehr als 14.000 davon waren der Einladung in die Arena gefolgt, um ihre Stimme bei der "wichtigsten Abstimmungsmöglichkeit für die Mitglieder, seit es den Verein gibt" (Dietrich), abzugeben. Mehr Mitglieder waren zuvor noch nie bei einer Mitgliederversammlung des Vereins. Gut fünf Wochen vor dem Trainingsauftakt zur neuen Saison entfielen 84,2 Prozent (7.664 Stimmen) der gültigen Stimmen auf Ja, und laut Video-Tafel 15,8 Prozent (1.435) auf Nein - auch wenn Dietrich in seinem Vortrag von 1.455 Nein-Stimmen sprach. 9.099 Mitglieder beteiligten sich an der Wahl. Es gab 34 Enthaltungen.

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Wolfgang Dietrich hat die Ausgliederung der Profi-Fußballer des VfB Stuttgart vorangetrieben. Am Donnerstagabend verkündete er die Entscheidung der Vereinsmitglieder.

Die Vereinsführung kann nun maximal 24,9 Prozent der Anteile an Investoren verkaufen. Auf diesem Wege sollen 100 Millionen Euro als Anschubfinanzierung in die Kasse fließen. Die Überlegung: Mehr Mittel zum jetzigen Zeitpunkt helfen dabei, schnell sportlich erfolgreich zu sein - was wiederum mehr TV-Geld, höhere Sponsoreneinnahmen und Prämien generiert. In den kommenden vier Jahren soll der VfB so 250 Millionen Euro einnehmen, um das Ziel oberes Tabellendrittel in der Bundesliga zu erreichen. "Wir haben keine Angst, ehrgeizige Ziele zu formulieren. Wir wollen nach vorne", sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser.

Umsetzung in vier Wochen

Schon bald stehen dem Verein die 41,5 Millionen Euro vom Nachbarn aus der Mercedesstraße zur Verfügung, die teilweise in den Kader für die kommende Bundesliga-Saison investiert werden sollen. Als eine der ersten Maßnahmen hatte Dietrich zudem die Sanierung der Fußballplätze auf dem Clubgelände angekündigt.

Auf die Frage, wie es nun konkret weitergehe, hatte der VfB-Präsident am späten Donnerstagabend darauf hingewiesen, dass nun viele Formalitäten erfüllt werden müssten. "Morgen früh gehen wir zum Notar." Einen genauen Zeitplan könne man noch nicht benennen, "aber in maximal vier Wochen soll alles abgeschlossen sein." Bis dahin wird der VfB Stuttgart noch alle Spielertransfers als eingetragener Verein (e.V.) abwickeln.