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Fußball | Bundesliga Ab in den Süden oder Ausharren in der Kälte?

Die Winterpause in dieser Bundesliga-Saison ist sehr kurz. Schon am 12. Januar beginnt die Rückrunde. Die Vorbereitungszeit muss deshalb gut geplant sein und so stehen die Vereine vor der Frage: Zu Hause bleiben oder in sonnige Gefilde reisen?

Der VfB Stuttgart findet im spanischen La Manga ideale Trainingsbedingungen vor

Der VfB Stuttgart findet im spanischen La Manga ideale Trainingsbedingungen vor

Zwischen den vier Bundesliga-Klubs aus dem Südwesten steht es 2:2-Unentschieden. Zwei Vereine verzichten auf ein Trainingslager in der Ferne, zwei bereiten sich in Spanien auf die Rückrunde vor. Der VfB Stuttgart ist bereits in La Manga angekommen und hat dort die ersten Trainingseinheiten absolviert.

Dem Sturm entkommen

Beim Abflug in Stuttgart tobte der erste Wintersturm des Jahres, in Spanien herrschen dagegen optimale Bedingungen. "Ich bin froh, dass wir diese Einheit nicht in Stuttgart absolvieren mussten", sagte Wolf angesichts 20 Grad Temperatur und Sonnenschein im Südosten Spaniens: "Wir haben in zehn Tagen unser erstes Bundesligaspiel. Da sind Topbedingungen wichtig, denn es gibt viel zu tun."

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Neue Umgebung bringt neue Impulse

Auch den SC Freiburg zieht es Richtung Süden nach Sotogrande auf der iberischen Halbinsel. Trainer Christian Streich schätzt dabei nicht nur die besseren klimatischen Bedingungen: "Der Umgebungswechsel ist gut für den Kopf, fördert die Kreativität und gibt neue Impulse. Es gibt anderes Essen und man findet hier auch viel Ruhe und kann konzentriert arbeiten."


Verzicht auf Reisezeit ein Vorteil

Wer nun aber glaubt, dass die zu Hause gebliebenen mit neidischen Blicken auf die Kollegen im sonnigen Süden blicken, der täuscht sich. Hoffenheim hat im heimischen Trainingszentrum optimale Voraussetzungen. Trainer Julian Nagelsmann hat die Entscheidung, im Kraichgau zu bleiben, nicht bereut: "Bei nur acht Tagen für die Vorbereitung ist es gut, keine Reisezeiten zu haben." Und die Wetterbedingungen stören Nagelsmann ebenfalls nicht: "Wir leben hier ja in der Toskana Deutschlands."

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Teambuilding im Schwarzwald

Sein Mainzer Kollege Sandro Schwarz pflichtet ihm bei. Er verzichtet ebenfalls auf den Betriebsausflug in den Süden und betont, dass man auch in Mainz gute Trainingsbedingungen habe. Ein Kurztrip fand dann aber doch statt. "Wir waren für eine Nacht in einer Hütte mitten im Schnee im Schwarzwald. Weniger ein Training als eine teambildende Maßnahme. Das war uns wichtig, diesen Reiz zu setzen", erklärte Schwarz.

Während die anderen Mannschaften zum Teil erst kurz vor dem Start der Rückrunde aus den Trainingslagern kommen, sind die Mainzer im gewohnten Wochenrhythmus vor ihrem Auftakt-Spiel 2018 gegen Hannover. Die Norddeutschen bleiben übrigens auch zu Hause, dürften das aber im Gegensatz zu Mainz und Hoffenheim bereuen, denn seit Tagen sind die Trainingsplätze in der Niedersachsen-Metropole wegen Dauerregens nicht bespielbar.