Bitte warten...

Fußball | Bundesliga 1899 Hoffenheim knockt Mainz 05 aus

Der FSV Mainz konnte sich trotz einer 2:0-Führung gegen 1899 Hoffenheim nicht aus dem Tabellenkeller lösen. Denn Hoffenheim schlug zurück und machte den Sieg in der Nachspielzeit perfekt.

Sandro Wagner bejubelt seinen Ausgleichstreffer für 1899 Hoffenheim zum 2:2 gegen den FSV Mainz 05

Sandro Wagner hat der Mainzer Euphorie einen herben Dämpfer versetzt

Grenzenlose Euphorie und pure Ernüchterung können im Fußball brutal nah beieinander liegen. 2:0 hatte der FSV Mainz 05 gegen 1899 Hoffenheim bereits geführt, dann kam der Schlag in die Magengrube. 1899 Hoffenheim hat sich nach den zwei Wirkungstreffern von Danny Latza (5.) Yoshinori Muto (16.) gerade wieder aufgerappelt, als das Team von Julian Nagelsmann zum Gegenschlag ausholte und Mainz 05 durch Nadiem Amiri (23.) und Sandro Wagner (45.) zwei herbe Treffer verpasste. So ging es mit 2:2 in die Pause - das Spiel war bis dahin genauso unterhaltsam, wie es das Ergebnis verheißt.

Und in der zweiten Hälfte ging es unterhaltsam weiter: Daniel Brosinski brachte 1899-Torhüter Oliver Baumann mit seinem 20-Meter-Schuss in Bedrängnis, doch der ehemalige Freiburger lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (49.). Andrej Kramarics Schuss zischte am Tor von René Adler vorbei (66.). Latza fand aus 17. Metern ebenfalls seinen Meister in Baumann (72.). Suat Serdar verpasste aus 18 Metern (75.).

Mark Uth trifft in der Nachspielzeit

Als sich die 23.477 Zuschauer schon auf das Unentschieden eingestellt hatten, verpasste Mark Uth den Rheinhessen den Knockout in der Nachspielzeit: Kevin Vogt löffelte den Ball in den Mainzer Strafraum. Die Mainzer Abwehr war schon aufgerückt, so dass Uth völlig alleine vor Adler auftauchte und den Hoffenheimer Siegtreffer schoss.

1899 Hoffenheim springt mit nun elf Punkten auf Platz drei. Der FSV Mainz 05 bleibt mit drei Punkten punktgleich mit dem SC Freiburg auf Platz 15. "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Aber hintenraus haben wir die Brutalität des Fußballs erlebt. Das ist bitter", sagte der Mainzer Sportchef Rouven Schröder. Kritisch war Torhüter Rene Adler: "Unter dem Strich ist es unsere Schuld, weil wir den Sack nicht zumachen. Im Fußball geht es nicht um Leistung, sondern um Punkte."


Julian Nagelsmann war mit dem Spielverlauf jedoch sehr zufrieden "Die Mannschaft hat eine außergewöhnliche Moral gezeigt - vor allem in Anbetracht der Belastung. Es ging nicht mehr um Taktik, es ging nur noch ums Herz. Für die Zuschauer war es ein ganz tolles Erlebnis."

FSV Mainz 05 - 1899 Hoffenheim 2:3 (2:2)

Mainz: Adler - Balogun (90.+3 Maxim), Bell, Gbamin - Donati, Latza, Serdar, Brosinski - Öztunali (80. De Blasis), Fischer (67. Samperio) - Muto
Trainer: Schwarz

Hoffenheim: Baumann - Nordtveit, Vogt, Benjamin Hübner - Passlack (46. Demirbay), Polanski (55. Kramaric), Schulz - Rupp, Amiri (76. Geiger) - Uth, Wagner
Trainer: Nagelsmann

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Tore: 1:0 Latza (5.), 2:0 Muto (16.), 2:1 Amiri (23.), 2:2 Wagner (45.+1), 2:3 Uth (90.+2)

Zuschauer: 23.477