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Fußball | 3. Liga KSC-Lauf hält an, Aalens Serie reißt in Halle

Der Karlsruher SC bleibt mit einem 3:1-Sieg gegen Unterhaching im neunten Spiel infolge ungeschlagen. Der VfR Aalen verliert nach vier ungeschlagenen Spielen mit 2:3 in Halle.

Die Spieler des Karlsruher SC feiern den 3:1-Sieg gegen Unterhaching

Marcel Mehlem (links) feiert seinen Führungstreffer für den KSC in der 86. Minute

Ein später, aber verdienter Arbeitssieg war es am ersten Drittliga-Spieltag im neuen Jahr für den Karlsruher SC. Zu Beginn der Partie gegen die SpVgg Unterhaching waren es zunächst die Gäste, die das Tempo bestimmten und zu ersten Möglichkeiten kamen. So musste KSC-Keeper Benjamin Uphoff schon in der 12. Minute entscheidend eingreifen, als der Unterhachinger Top-Torschütze Stephan Hain (13 Tore) nach einem Freistoß frei zum Kopfball kam. Nach knapp 20 Minuten erzielte Fabian Schleusener jedoch das 1:0 für die Hausherren.

Marvin Wanitzek traf mit einem Flachschuss zunächst den linken Innenpfosten. Den anschließenden Abpraller verwertete Schleusener dann aus kurzer Distanz. Trotz des Gegentreffers blieben die Gäste besonders durch ihre Standardsituationen gefährlich und erzielten so auch den Ausgleich: Eine Ecke, die durch den ganzen Strafraum des KSC segelte, landete schließlich bei Unterhachings Orestis Kiomourtzolgou, der den Ball nach einer kurzen Annahme in die linke Ecke hämmerte und Benjamin Uphoff keine Chance ließ. Es war Uphoffs erstes Gegentor nach mehr als neuneinhalb Stunden Spielzeit.

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KSC überzeugt gegen direkten Konkurrenten

Nach der Halbzeit kam der KSC durch eine Doppelchance gefährlich aus der Pause. Nach einem gefühlvollen Heber von Anton Fink an die Latte kam der Ball zu Karlsruhrs Spielmacher Marvin Wanitzek, der Unterhachings Keeper einmal mehr auf die Probe stellte. In der Folge der zweiten Halbzeit wurde die Partie umkämpfter, jedoch übernahmen die Hausherren immer mehr die Kontrolle. Die verdiente Folge daraus ließ bis zur 86. Minute auf sich warten. Nach einer Flanke auf den gerade eingewechselten Dominik Stroh-Engel, der per Kopf verlängerte, prügelte Marcel Mehlem das leder mit vollem Willen Volley ins rechte obere Eck. Von dem Führungstreffer für den KSC konnten sich die Unterhachinger nicht mehr erholen und liefen sogar in der letzten Spielminute noch in einen Konter der Hausherren hinein. Den markierte Florent Muslija nach einem Querpass von Schleusener zum erfolgreich erarbeiteten 3:1-Endstand.

Für den KSC als Tabellensiebten (33 P.) sind diese drei Punkte gegen den direkten Konkurrenten aus Unterhaching (6., 34 P.) sehr wichtig, um den Anschluss an den Relegationsplatz nicht zu verlieren. Außerdem haben die Karlsruher ein Spiel weniger auf dem Konto als die Gegner um den Aufstieg.

Karlsruher SC - SpVgg Unterhaching 3:1 (1:1)

Karlsruhe: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Mehlem, Wanitzek - Muslija, Fink (84. Stroh-Engel), Lorenz (90.+2 Bülow)
Schleusener
Trainer: Schwartz

Unterhaching: Korbinian Müller - Dombrowka, Nicu, Greger, Winkler - Kiomourtzoglou, Ulrich Taffertshofer - Steinherr (78. Schimmer), Hagn (53. Porath) - Hain, Bigalke
Trainer: Schromm

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Tore: 1:0 Schleusener (20.), 1:1 Kiomourtzoglou (31.), 2:1 Mehlem (86.), 3:1 Muslija (90.+4)

Zuschauer: 8.896

Für Aalen geht's Schlag auf Schlag in Halle


Der VfR Aalen hatte am 21. Spieltag nach vier Partien ohne Niederlage wenig Glück, zeigte dafür aber viel Willen beim 2:3 beim Halleschen FC. Schon nach 19 Minuten gingen die Aalener mit 0:1 in Rückstand. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld kommt Halles Marvin Ajani an den Ball. Sein Schuss wird zwar zunächst geblockt, jedoch springt das Leder nach einem Ping-Pong-Spiel im 16er wieder zu Ajani, der aus knapp drei Metern über Daniel Berhardt ins Tor nickt - Pech für den VfR. Und der nächste Rückstoß ließ nicht lang auf sich warten. In der 22. Minute wurde ein Freistoß des HFC in den Aalener Strafraum verlängert, wo Halles Stürmer Mathias Fetsch die Kugel mit dem Kopf abgelegte und nach einem hohen Doppelpass mit einem artistischen Spannschuss aus der Luft selbst einnetzte. Bis zur Halbzeit wirkten die Aalener verunsichert, auch weil die Abwehr des HFC sehr kompakt stand.

In der zweiten Hälfte kam der VfR hingegen mit neuem Elan aus der Kabine und erzielte nach nur vier Minuten den 1:2-Anschlusstreffer. Nach einem schweren Ballverlust von Halles Gjasula und dem Konter über Rico Preißinger und Matthias Morys, war es wieder Aalens Luca Schnellbacher, der nach der misslungenen Abwehr von Müller den Abstauber verwertete. Der Gegenschlag der Hausherren ließ jedoch nicht lang auf sich warten: Nur sieben Minuten später ließ Marvin Ajani mit seinem zweiten Treffer die Hoffnungen der Aalener wieder schwinden. Nach einem leichtfertigen Ballverlust von Torben Rehfeld dribbelte Ajani am VfR-Strafraum entlang und macht mir einem starken Linksschuss seinen Doppelpack perfekt. Trotzdem ließen die Aalener sich nicht unterkriegen und kamen nach einem schönen Dribbling von Rico Preißinger in der 62. Minute nochmal auf 2:3 heran. Bis zum Ende der Partie schaffte es der VfR jedoch nicht mehr zu zwingenden Torchancen zu kommen und ließ die drei Punkte somit in Halle.

Der VfR Aalen (Platz 9, 28 Punkte) lässt wichtige Punkte zu Beginn des neuen Jahres liegen und könnte sogar bis Rang elf durchgereicht werden.

Hallescher FC - VfR Aalen 3:2 (2:0)

Halle: Tom Müller - Schilk, Fennell, Kleineheismann, Baumgärtel - Gjasula, Landgraf (89. Franke) - Ajani, El-Helwe (75. Manu), Zenga - Fetsch (83. Pintol)
Trainer: Schmitt

Aalen: Bernhardt - Geyer, Robert Müller, Rehfeldt, Thorsten Schulz (83. Kader) - Maximilian Welzmüller, Preißinger - Traut, Lämmel (46. Schorr), Morys (64. Wegkamp), Schnellbacher
Trainer: Vollmann

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück) Tore: 1:0 Ajani (19.), 2:0 Fetsch (22.), 2:1 Schnellbacher (49.), 3:1 Ajani (57.), 3:2 Preißinger (63.)

Zuschauer: 5.270

Von Maximilian Sepp