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Fußball | 2. Bundesliga FCK will Union Berlin niederkämpfen

Der 1. FC Kaiserslautern hofft nach der Entlassung von Trainer Norbert Meier auf den Befreiungsschlag gegen Union Berlin. Dabei wollen die beiden Interimstrainer Manfred Paula und Alexander Bugera zurück zu alten Tugenden.

Alexander Bugera soll den Roten Teufeln neues Feuer einhauchen

Alexander Bugera soll den Roten Teufeln neues Feuer einhauchen

Sie wirken entschlossen. Interims-Cheftrainer Manfred Paula und sein Co Alexander Bugera wollen in Berlin die Wende schaffen. "Wir spielen nicht in München und nicht in Dortmund. Wir spielen bei Union Berlin. Und die haben auch schon fünfmal nicht gewonnen." Alexander Bugera, impft den Spielern Selbstbewusstsein ein.

Aber wie sie das schaffen wollen in Berlin, daraus machen Sie ein Geheimnis. "Das System ist zweitrangig", sagt Bugera, dessen Stürmerblut auch früher als Verteidiger schon immer durchkam, "wir werden in Berlin nicht nur verteidigen". Im vergangenen Jahr war die Abwehr beim FCK der Garant für den Klassenerhalt. Aber die ist komplett neu formiert, wirkt verunsichert, die Laufwege in der Defensive passen nicht.


"Wir drücken den Knopf auf Re-Start". Für Manfred Paula heißt das, die ganzen Probleme der vergangenen Wochen zu ignorieren, gute Stimmung zu verbreiten, die Köpfe frei zu kriegen. Auch, dass viele Spieler nicht wirklich fit in die Saison gingen, kann jetzt kein Thema mehr sein. "Wir spielen 90 Minuten Fußball, und wenn einer sich den Arsch aufreißt und nach 45 Minuten platt ist, dann kommt der Nächste", sagt Alexander Bugera.

TV-Tipp

Michael Klatt, Finanzvorstand des 1. FC Kaiserslautern, ist am Sonntag, ab 22:05 Uhr zu Gast bei Flutlicht im SWR Fernsehen RP.

Bugera will keine Angsthasen

"Entscheidend ist, ob man Angsthasen-Fußball spielt oder die Zweikämpfe annimmt." Ob es so einfach wirklich ist, am kommenden Montag bei Union Berlin? Weder zur Taktik noch zur Mannschaftsaufstellung ließen die beiden Interimstrainer irgendetwas durchblicken. Klar, Bugeras favorisiertes System ist ein 4-2-3-1, "aber das kann sich ganz schnell ändern". Und natürlich ist der wieder genesene Mannschaftskapitän Daniel Halfar für Paula ein ganz wichtiger Spieler und ist erster Ansprechpartner: "Er ist eine Persönlichkeit und klar strukturiert."


Paula und Bugera werden die Mannschaft auf jeden Fall in Berlin betreuen. Ein neuer Trainer wird erst Mitte kommender Woche vorgestellt werden. Sportdirektor Boris Notzon wollte heute keine weiteren Wasserstandsmeldungen abgeben. Aber es sieht danach aus, als wolle der neue Trainer nicht mit einen Auswärtsspiel in Berlin, sondern lieber mit der folgenden Heimparte gegen Fürth beginnen. Wer es ist ? Darüber schweigen sich beim 1.FC Kaiserslautern alle verantwortlich aus. Namen werden nicht kommentiert.

Von Bernd Schmitt