Bitte warten...

Fußball | 2.Bundesliga FCK dreht die Partie bei Dynamo Dresden

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit dem 2:1 (0:1) bei Dynamo Dresden im Montagsspiel der 2. Bundesliga drei überlebenswichtige Punkte gesichert. Der FCK drehte das Spiel dabei in den letzten Minuten.


Beim FCK stand Kapitän Daniel Halfar nach achtwöchiger Verletzungspause direkt in der Anfangs-Formation. Vor knapp 27.000 Zuschauern legten die Pfälzer forsch los und hatten in der Anfangsphase Vorteile. Die Gäste hatten auch den ersten Abschluss der Partie, doch der Weitschuss von Benjamin Kessel flog am Dresdner Tor vorbei. Mit seiner ersten Chance ging Dynamo dann direkt in Führung: Nach einer Flanke von Haris Djulevic konnte Florian Ballas den Ball am Fünfmeterraum per Kopf quer legen, Lucas Röser musste in der Mitte aus gut zwei Metern nur noch eindrücken (12. Minute). In dieser Situation sah die FCK-Abwehr ganz schlecht aus und war kollektiv nicht nah genug an ihren Gegenspielern.

Blackout in der FCK-Abwehr

Mit der Führung im Rücken war Dresden dann tonangebend. Kaiserslautern war die Verunsicherung anzumerken. Patrick Möschl scheiterte für die Sachsen an FCK-Keeper Marius Müller (18.), wenig später verzog Djulevic nur knapp (21.). In der Folge agierte Dresden immer wieder über die Flügel und insbesondere über den starken Djulevic und drängte auf das zweite Tor. In der 33. Minute scheiterte erneut Möschl am starken Müller. Der FCK blieb in der Offensive komplett harmlos - hatte aber wie aus dem Nichts doch noch die große Chance auf den Ausgleich: Angreifer Brandon Borrello tauchte auf einmal völlig frei vor Dynamo-Keeper Marvin Schwäbe auf. Allerdings war der Winkel sehr spitz, so dass Borrello quer passte - ohne allerdings einen Adressaten zu finden. Chance vertan - schließlich ging es mit einem verdienten 1:0 für die Hausherren in die Pause.

Kaiserslautern Trainer Jeff Strasser reagierte in der Pause, brachte Manfred Osei-Kwadwo für Benjamin Kessel und gab damit eine offensivere Marschrichtung vor. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit war das Spiel sehr intensiv, der FCK attackierte jetzt früher. Allerdings gab es zunächst auf beiden Seiten keine Chancen. Außenverteidiger Philipp Mwene hatte in der 54. Minute den ersten gefährlichen Abschluss für die Gäste, doch sein Schuss ging über das kurze Eck des Dresdner Tores.

Andersson vergibt den Ausgleich

FCK-Coach Strasser brachte in der 67. Minute mit Lukas Spalvis für Nils Seufert den nächsten Angreifer, doch die nächste Chance hatte Dresden. Rico Benatelli hätte in der 68. Minute fast den zweiten Dynamo-Treffer erzielt, doch der 18-Meter-Schuss des Mittelfeldspielers flog einen halben Meter am Tor der Roten Teufel vorbei. Da wäre Keeper Müller machtlos gewesen. Auf der Gegenseite scheiterte Borrello an Schwäbe - wenigstens mal der Hauch einer Chance für die Gäste. Die ganz große Gelegenheit hatten die Gäste dann in der 74. Minute. FCK-Toptorjäger Sebastian Andersson war frei durch, doch statt den mitgelaufenen Borrello zu bedienen verzog der Schwede überhastet. Das hätte das 1:1 sein müssen.

Irre Schlussphase

Auf der Gegenseite dann fast die Entscheidung für Dresden: Nach einem Freistoß von Niclas Kreuzer kam Marco Hartmann völlig frei zum Kopfball, doch FCK-Keeper Müller reagierte glänzend. In der Schlussphase warf der FCK alles nach vorne. Und das mit Erfolg: Nach einem Freistoß von Halfar flog Dynamo-Torhüter Schwäbe am Ball vorbei. Stipe Vucur köpfte aus wenigen Metern zum Ausgleich ein (84.). Und es kam noch besser: Nach einem Ballverlust von Dresden zog Joker Spalvis aus 20 Metern ab. Der Schuss des FCK-Angreifers wurde abgefälscht und schlug zur Führung für die Gäste im Dynamo-Tor ein (88.). Dabei blieb es, obwohl auch Dynamo in der Nachspielzeit noch zu einer Großchance kam.

Der FCK bleibt nach dem Sieg zwar Letzter, aber die Hoffnung wächst. Kaiserslautern weist nach 14 Spielen jetzt zehn Punkte auf. Damit haben die Pfälzer fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz 15, den derzeit der 1. FC Heidenheim belegt.

Dynamo Dresden - 1. FC Kaiserslautern 1:2 (1:0)

Dresden: Schwäbe - Kreuzer, Jannik Müller, Ballas, Fabian Müller - Seguin - Lambertz (64. Marco Hartmann), Benatelli - Möschl (76. Berko), Röser, Duljevic (85. Hauptmann) Trainer: Neuhaus

Kaiserslautern: Marius Müller - Mwene, Kessel (46. Osei Kwadwo), Vucur, Ziegler, Abu Hanna - Moritz, Seufert (67. Spalvis) - Borrello (82. Müsel), Halfar - Andersson
Trainer: Strasser

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)

Tore: 1:0 Röser (15.), 1:1 Vucur (85.), 1:2 Spalvis (88.)

Zuschauer: 27.224