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Fußball | 2. Bundesliga Der FCK erlebt ein Debakel in Berlin

Der 1. FC Kaiserslautern hat den Start bei Union Berlin völlig verpennt und lag zur Pause schon mit 0:4 hinten. In der zweiten Halbzeit hieß die Mission des FCK dann nur noch: Ehre retten.

FCK-Torwart Marius Müller hatte beim Sonntagsschuss von Sebastian Polter (Union Berlin) keine Chance

FCK-Torwart Marius Müller hatte beim Sonntagsschuss von Sebastian Polter keine Chance

Aus der Sicht des 1. FC Kaiserslautern ist das Debakel bei Union schnell erzählt: 0:1 Sebastian Polter mit einem Sonntagsschuss (6.). 0:2 Eigentor von Giuliano Modica (12.). 0:3 Wieder Polter (25.). 0:4 Steven Skrzybski mit etwas Glück (32.). Zwischendurch hat FCK-Torwart Marius Müller noch einen Elfmeter gehalten (28.). Wenigstens das; sonst hätte Polter noch vor dem Pausenpfiff sein drittes Tor gemacht. Das holte er dann in der 77. Spielminute nach. Am Ende hieß es 0:5.

Nichts war von dem Kampfgeist zu sehen, den das Intersimsduo Alexander Bugera/Manfred Paula den Roten Teufeln einflößen wollte. Stattdessen überließ Union Berlin in der ersten Halbzeit das komplette Feld. Vor dem 0:1 waren wenigstens noch Ansätze der neuen Betze-Aggressivität zu erkennen, denn Torwart Müller wollte das Spiel schnell machen und warf den abgefangenen Ball blitzschnell in Richtung Baris Atik. Dabei übersah er jedoch Kristian Pedersen, der den Ball ablief und auf Torjäger Polter durchsteckte. Nach dem frühen Rückstand war die Mannschaft völlig verunsichert. In der ersten Halbzeit hatte der FCK eine einzige Chance: Manfred Osei Kwadwo zog von der Strafraum-Kante ab und prüfte Union-Keeper Jakob Busk (45.).

Die Roten Teufel gaben nicht auf

Nur eines gab den FCK-Fans Hoffnung: Die Mannschaft raufte sich in der zweiten Halbzeit noch einmal zusammen und kämpfte. Allerdings hatten die Roten Teufel zu diesem Zeitpunkt schon nichts mehr zu verlieren und Union Berlin hatte sich zurückgezogen, um das Ergebnis zu verwalten und den einen oder anderen Konter zu setzen. Die Eisernen waren jedoch bei Weitem nicht mehr so zielstrebig, wie in der ersten Hälfte und vergaben durch Skrzybski (58.) und Simon Hedlund (62. & 84.) gleich mehrere hochkarätige Chancen.

Union Berlin hat die Schwächen des 1. FC Kaiserslautern eiskalt offengelegt und den FCK-Verantwortlichen gezeigt, woran der neue Trainer arbeiten muss. Mit der aktuell schlechtesten Abwehr und dem schlechtesten Angriff der 2. Bundesliga stehen die Roten Teufel mit zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und haben nun schon fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Eine Mamut-Aufgabe für den neuen FCK-Coach, wie immer er auch heißen mag.

Spieler in Erklärungsnot

FCK-Kapitän Daniel Halfer war noch dem Spiel ziemlich konsterniert. Alles, was die Roten Teufel sich vorgenommen hatten, habe das Team vermissen lassen.


Union Berlin - 1. FC Kaiserslautern 5:0 (4:0)

Berlin: Busk - Trimmel, Leistner, Schönheim (80. Parensen), Pedersen - Prömel, Kroos - Hartel - Skrzybski (64. Gogia), Polter (78. Hosiner), Hedlund
Trainer: Keller

Kaiserslautern: Marius Müller - Mwene, Modica, Correia (46. Vucur), Guwara - Moritz, Fechner (35. Kessel) - Atik (78. Müsel), Halfar, Osei Kwadwo - Andersson
Trainer: Paula

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Tore: 1:0 Polter (6.), 2:0 Modica (11. Eigentor), 3:0 Polter (25.), 4:0 Skrzybski (32.), 5:0 Polter (77.)

Zuschauer: 20.592