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Fußball | 1899 Hoffenheim Kevin Vogt: "Ich sage niemals nie"

Kevin Vogt spielt im System von Trainer Julian Nagelsmann eine tragende Rolle. Der 25-Jährige ist der zentrale Innenverteidiger in der bevorzugten Dreier-Abwehrkette. Im SWR-Interview spricht Vogt über den Hoffenheimer Höhenflug, die sportlichen Ziele im neuen Jahr und das Winter-Trainingslager "dahoam".

Kevin Vogt (Fußballer) klatscht in die Hände

Der Hoffenheimer Kevin Vogt würde am liebsten sofort wieder spielen

SWR Sport: Am kommenden Samstag geht die Bundesliga wieder los. Ihr Klub Hoffenheim muss in Augsburg ran. Tun die paar Tage Vorbereitung bis dahin noch ganz gut oder könnte es nach Ihrem Empfinden gleich losgehen?

Ich muss ehrlich gestehen, ich freue mich sehr auf das Spiel. Wenn es nach mir ginge, könnte es jetzt schon losgehen. Aber es ist auch nicht so schlecht, dass wir an der einen oder anderen Sache noch ein bisschen feilen und noch ein bisschen was besprechen können.

Neben Hoffenheim haben nur Ingolstadt und Köln ihr Winter-Trainingslager zu Hause aufgeschlagen. Die anderen Vereine sind in südlichere Gefilde aufgebrochen. Sind Sie ein bisschen neidisch auf die anderen, die bei angenehmen Temperaturen trainieren und leicht braun gebrannt zurückkommen?

Nein, ich bin eigentlich sehr froh, dass wir hier geblieben sind. Wir haben hier super Bedingungen. Außerdem kann man seine Zeit nach den intensiven Trainingseinheiten zu Hause verbringen. Dementsprechend schaue ich überhaupt nicht neidvoll auf die anderen.

Ein Thema in diesen Tagen ist der bevorstehende, aber bisher nicht offiziell verkündete, Wechsel von Sebastian Rudy und Niklas Süle zum FC Bayern München nach dieser Saison. Wie geht man da als Mannschaft mit um?

Das sind ganz normale Dinge, die da aufkommen. Wir spielen eine gute Saison. Dass da Begehrlichkeiten gegenüber einigen Spielern auftreten, ist eine logische Schlussfolgerung. Ich sehe das positiv, weil das ein Zeichen ist für gute Arbeit, und für gute Arbeit der einzelnen Spieler.

Wenn man als Fünfter in diese Winterpause geht, was ist dann das Ziel nach 34 Spieltagen?

Das Ziel muss sein, dass wir jetzt wieder gut aus den Startlöchern kommen und die Leistung abrufen, die wir gezeigt haben. Wir sind natürlich tabellarisch in einer komfortablen Situation. Nichtsdestotrotz und das soll nicht vermessen klingen, hätten wir noch ein bisschen besser dastehen können. Wir haben noch einiges vor.

Hoffenheim ist nach 16 Spielen immer noch ungeschlagen. Haben Sie eigentlich Angst vor der ersten Saison-Niederlage?

Nein, Angst habe ich nicht. Aber es kommen schwere Spiele auf uns zu. Dass es Gegner gibt, die das Potenzial haben uns mal eine Niederlage zuzufügen, das ist auch ganz normal. Aber ich rede sehr, sehr ungern darüber, weil ich das möglichst lange verhindern möchte. Natürlich wäre das erstaunlich, wenn wir das bis zum Ende durchhalten würden. Ich sage niemals nie. Wir lassen uns da gerne überraschen.

Das Interview führte Jens Wolters