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Fußball | 1899 Hoffenheim Das Ende der Hoffenheimer Euphorie?

Die Dreifach-Belastung für die TSG 1899 Hoffenheim ist Geschichte. Das Ausscheiden im DFB-Pokal bei Werder Bremen (0:1) war unnötig. Der Frust bei der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ist groß - zerbricht da gerade etwas?

Mark Uth hat die Chance zum Ausgleich im DFB-Pokal zwischen 1899 Hoffenheim und dem SV Werder Bremen vergeben

Mark Uth hat die Chance zum Ausgleich bei Werder Bremen vergeben

Irgendwie ist der Wurm drin bei 1899 Hoffenheim. Die Nagelsmann-Truppe war bei Werder Bremen das klar bessere Team, hatte die besseren Chancen, traf aber das Tor nicht und scheiterte mal wieder früh im DFB-Pokal. Gut, Bremen hat seit 1988 im DFB-Pokal zuhause nicht mehr verloren, das ist eine beeindruckende Serie. Aber aus Sicht von Hoffenheims Trainer Nagelsmann hätte diese Serie jetzt ein Ende haben müssen. Fast verbittert kritisierte er die Bremer Mauer-Taktik.


Nagelsmann kritisiert den Bremer Anti-Fußball

Gegen Bremen waren es unglückliche Schiedsrichter Entscheidungen, zwei nicht gegebene Elfmeter, aber auch Unvermögen. Mittelfeldmann Kerem Demirbay vergab bereits in der Anfangsphase eine Riesen-Chance zur Führung. Wie schon beim 1:1 in Wolfsburg war Demirbay stinksauer.


Man kann über die Schiedsrichter schimpfen und über verpasste Chancen jammern. Aber es ist nicht das erste Spiel, in dem Hoffenheim besser spielt als der Gegner - und am Ende trotzdem nicht als Sieger vom Platz geht. Coach Nagelsmann hat nach dem Unentschieden in Wolfsburg das Problem ausgemacht: Vor dem Tor fehlt oft der Blick für den freien Mann.

Sind die Stürmer zu eigensinnig?


Im Pokal in Runde zwei ausgeschieden, in der Europa League nur ein Sieg nach drei Spielen und in der Bundesliga zuletzt vier Spiele nicht gewonnen. Was ist los mit der Hoffenheimer Winner-Mentalität? Ist die Dreifach-Belastung doch eine Nummer zu groß (gewesen)? Am Samstag kommt Gladbach. Springt da wieder nur ein Punkt heraus oder wird gar verloren, ist der Hoffenheimer Höhenflug erstmal gestoppt. Spätestens dann muss Erfolgsmann Nagelsmann beweisen, dass er auch in kritischen Phasen ein guter Trainer ist.

Von Martin Thiel