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Fußball | 1. FC Kaiserlautern Jugend forsch(t) beim 1. FC Kaiserslautern

Aus im DFB-Pokal. Doch trotz der der 1:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart kann der 1. FC Kaiserslautern viel Positives mitnehmen - vor allem wegen der Leistung einiger Talente, die kaum einer auf dem Zettel hatte.

Montage von drei Spielern des 1 FC Kaiserslautern.

Nils Seufert, Jan-Ole Sievers, Nicklas Shipnoski gehören zu den positiven Überraschungen beim FCK

Das Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart spielte für das Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern nur eine untergeordnete Rolle. Doch dann spielten die Pfälzer am Mittwochabend beim 1:3 gegen den Favoriten aus der Fußball-Bundesliga so gut, dass dieses Spiel vielleicht doch noch eine große Bedeutung bekommt: "Der Auftritt macht Mut für die kommenden Wochen", sagte Sportchef Boris Notzon. Schon mit seiner Aufstellung machte FCK-Coach Jeff Strasser deutlich, dass der Abstiegskampf in der Zweiten Liga für ihn absolute Priorität besitzt: Gleich sechs Spieler tauschte er im Vergleich zur ernüchternden 0:1-Heimniederlage gegen den MSV Duisburg aus. "Sie haben im Kollektiv gut funktioniert, sie haben sich individuell ihre Chance wahrgenommen und sie haben sich auf dem Niveau gut präsentiert", sagte Strasser nach dem Spiel im SWR-Interview.

Ersatzspieler nutzten ihre Chance

Nils Seufert (vorne) im Zweikampf mit Dzenis Burnic während des DFB-Pokal-Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem VfB Stuttgart.

Nils Seufert fiel durch harte Zweikämpfe im Mittelfeld auf - hier gegen Dzenis Burnic

Die vermeintliche B-Elf nutzte ihre Chance. Im Gegensatz zu einigen etablierten Profis, die in den vergangenen Wochen häufiger durch mangelndes Engagement auffielen, betrieb der FCK-Nachwuchs kräftig Eigenwerbung. Der 20-jährige Nils Seufert sowie Ersatztorhüter Jan-Ole Sievers gaben gegen den VfB sogar ihr Profi-Debüt. Gerade Seufert überzeugte bis zu seiner Auswechslung in der 2. Halbzeit im defensiven Mittelfeld durch bärenstarkes Zweikampfverhalten und eine gute Spielübersicht.

Den Trainer freut der neu entfachte Konkurrenzkampf: "Wir haben generell eine sehr junge Mannschaft, die aber gewillt ist zu lernen, die aber eben auch immer wieder Fehler macht. Aber es geht nicht darum Fehler anzusprechen, sondern es geht um den Willen, den die Jungs haben und daran werden wir weiter arbeiten".


Die Einstellung stimmte

Der FCK zeigte eine völlig andere Einstellung als noch drei Tage zuvor gegen Duisburg. "Die Mentalität war der springende Punkt. Dieses Spiel wird ab sofort der Maßstab sein", meinte der Trainer. Kaum stimmte eben diese Einstellung, waren auch die Fans wieder da. Zeitweise herrschte wieder richtige "Betze-Stimmung" mit bedingungslosem Support der Westkurve. Die FCK-Fans honorieren den Kampf, den Einsatz, den Ehrgeiz ihrer Mannschaft. Eigenschaften, die die Profis zuletzt zu selten zeigten.

Die Liga zählt

Jubel 1. FC Kaiserslautern

Der Litauer Lukas Spalvis hatte den FCK mit 1:0 in Führung geschossen

Viel wichtiger ist für den FCK das Kellerduell bei Jahn Regensburg am kommenden Samstag. Sollten die Pfälzer auch das zweite Spiel nacheinander gegen einen direkten Konkurrenten verlieren, würde der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz bereits auf sechs Punkte anwachsen. Der Erfolgsdruck ist nach nur sechs Zählern aus den ersten elf Partien also immens. Bei nur sieben Treffern in den bisherigen elf Partien ist das Tore schießen für den 1. FCK in dieser Saison keine Selbstverständlichkeit.

Positiv war in dieser Hinsicht auch der Pokal-Auftritt von Lukas Spalvis. Der von Sporting Lissabon ausgeliehene Stürmer stand erstmals in der Startelf und erzielte sein erstes Tor im FCK-Dress. Solche Leistungen muss der litauische Nationalspieler nun auch in der Liga wiederholen: "Da gibt es nur ein Ziel für uns. Drei Punkte! So wie heute müssen wir auftreten, dann kann das schon was werden", sagte der Torschütze nach dem Spiel gegen den VfB. Möglicherweise spielt Spalvis ja wieder von Beginn an, dann neben dem Schweden Sebastian Andersson, der im Saisonverlauf bislang als einziger Lauterer wirklich Torgefahr ausstrahlte.