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Fußball | 1. FC Kaiserslautern FCK-Trainer Manfred Paula in Erklärungsnot

Das 0:5 gegen Union Berlin war ein herber Nackenschlag für den 1. FC Kaiserslautern. Interims-Trainer Manfred Paula will trotzdem nicht an der Qualität der Roten Teufel zweifeln.

Manfred Paula war nach der der 0:5-Niederlage der Roten Teufel bei Union Berlin in Erklärungsnot

Manfred Paula war nach der der 0:5-Niederlage der Roten Teufel in Erklärungsnot

Sie haben 0:5 verloren. Warum hat das - vor allem in der ersten Hälfte - nicht funktioniert?

Der Plan, den wir für das Spiel hatten, hatte sich ja schon nach einer Viertelstunde in Luft aufgelöst. Wir haben Union Berlin die ersten drei Tore auf dem Silber-Tablett serviert und waren dann in einer Situation, in der wir uns erst einmal schütteln und wieder aufrichten mussten, um überhaupt zu verstehen, was hier passiert. Wir haben dann nur noch versucht, größeres Übel zu vermeiden, indem wir schon in der ersten Halbzeit umgestellt haben, um die Abwehrreihen zu schließen. Im Endeffekt war aber auch das 0:4 wieder ein bereits abgewehrter Ball, der direkt abgenommen wird und im Winkel landet. Da kam also auch noch eine ganze Menge Pech dazu.

In der Pause haben wir versucht, die Mannschaft aufzurichten. Aus meiner Sicht haben wir in der zweiten Halbzeit dann sogar Druck auf das Tor von Union Berlin ausüben können. Das mag auch daran gelegen haben, das Berlin sich zurückgezogen hat. Aber wir haben nochmal alles probiert, aber es war ein gebrauchter Tag.

Wie müssen Sie nun mit der Mannschaft arbeiten, um sie psychologisch wieder aufzurichten?

Wir haben die Mannschaft in den vergangenen Tagen mental aufgerichtet. Wir waren schon der Meinung, dass wir eine positive Grundstimmung erzeugen konnten. Die ist mit dem 0:5 natürlich zunichte gemacht worden. Deswegen können wir aber den Spiel-Betrieb nicht plötzlich einstellen. Wir müssen mit den Jungs zu sprechen und versuchen, sie auf das Spiel gegen Greuther Fürth am Freitag vorzubereiten. Das ist das einzige, was man der Stelle tun kann.

Haben Sie den Eindruck, dass die Mannschaft wirklich genügend Qualität hat, um in der 2. Bundesliga bestehen zu können - nicht nur spielerisch, sondern vor allem psychologisch?

Nach so einem Spiel kann ich nicht die grundsätzliche Qualität der Mannschaft beurteilen. So, wie das Spiel gelaufen ist, hat das nichts mit der Qualität der Mannschaft zu tun, sondern damit, dass wir momentan ein Stück weit die Seuche haben. Es laufen viele Dinge gegen uns, und da sind wir schnell in einer mentalen Situation, in der wir uns nicht mehr richtig wehren können.

Das Interview führte Nikolaus Hillmann