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Fußball | 1. FC Kaiserslautern Daniel Halfar: "Ein Sieg für die Moral!"

Durch zwei späte Treffer hat der 1. FC Kaiserslautern bei Dynamo Dresden gewonnen. Im SWR-Interview verrät Kapitän und Rückkehrer Daniel Halfar, wie gut sich Gewinnen anfühlt.

Daniel Halfar, Kapitän des 1. FC Kaiserslautern

Daniel Halfar, Kapitän des 1. FC Kaiserslautern

Daniel Halfar, nach langer Verletzungspause sind Sie zurück. Die Mannschaft lag in Dresden lange zurück, gewinnt am Ende dann aber doch. Besser hätte ihre Rückkehr ja nicht laufen können.

Das stimmt! Gerade für mich persönlich war das ein schönes Comeback. Ich war jetzt lange verletzt, hatte letzte Woche auch noch einen Trauerfall in der Familie, und ich glaube, da kam von oben noch mal ein kleines Geschenk zurück. Der Sieg tut dem ganzen Verein gut, das tut uns als Mannschaft gut. Da sind wir natürlich stolz, dass wir den Sieg in Dresden noch geholt haben!

Ein ganz wichtiger Sieg also. Aber in der Analyse muss man dann ja auch sehen, dass Kaiserslautern ganz schön spät aufgewacht ist.

Ja, aber wir befinden uns auch in einer Situation, in der wir mehr als nur mit dem Rücken zur Wand stehen. Wir strotzen nicht gerade vor Selbstvertrauen, das ist wohl für jeden sichtbar. Das merkt auch jeder Spieler in so einer Situation. Und dann sind es die kleinen Dinge, an denen Du Dich wieder hochziehst. Wir sind dann wieder durch einen Standard in Rückstand geraten, hatten selbst in der ersten Halbzeit wenig Möglichkeiten.

Aber wir haben auch nicht viel zugelassen; das Spiel ist dann so dahin geplätschert, obwohl wir ja auch nicht viel Ballbesitz hatten. Aber es ist halt nicht viel passiert. Dann haben wir uns in der Pause gesagt, dass wir in der zweiten Halbzeit nochmal versuchen, alles aus dem Tank zu holen, dass wir den Ausgleich machen und dann schauen, was noch geht. Und so ist es dann ja im Enddefekt gekommen.

Was kann dieser zweite Saisonsieg im besten Fall bewirken?

Wie schon gesagt: Das ist erst einmal sehr, sehr wichtig für die Moral! Jeder Spieler mag das Gefühl, zu gewinnen; das haben wir jetzt schon lange nicht mehr gehabt! Das tut erstmal gut! Dann hast Du wahrscheinlich auch eine ganz andere Grundstimmung in der Woche. Und dann müssen wir einfach jedes Spiel als ein Endspiel ansehen; denn ich glaube nicht viele, ob Fans oder auch Verantwortliche, geben noch einen Pfifferling auf uns. Jetzt müssen wir denen allen zeigen, dass wir es doch noch können. Das nehmen wir uns vor.

Das Interview führte Philipp Weiskirch