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FSV Mainz 05 | René Adler "Ich genieße es, auf dem Platz zu sein"

René Adler ist nicht nur der neue Stammtorhüter des FSV Mainz 05, sondern auch der neue Liebling der Fans. Auf das Spiel gegen seinen früheren Arbeitgeber Hamburger SV freut er sich ganz besonders.

Rene Adler (FSV Mainz 05) gibt Anweisungen

Rene Adler gibt auch beim Mainz 05 schon Anweisungen

René Adler lässt sich viel Zeit für die Journalisten. Frisch geduscht erscheint der 32-Jährige nach dem Training im Medien-Container am Mainzer Bruchwegstadion. Und wie er von außen wirkt, so präsentiert er sich auch in der lockeren Fragerunde. Sympathisch, freundlich, aufgeschlossen und jederzeit souverän.

Routiniert reagiert er auf die Frage nach seinen Nationalmannschaftsambitionen. Das letzte von insgesamt 12 Länderspielen bestritt Adler im Februar 2013. Es sei das Größte für den DFB zu spielen und im Fußball "kann es die witzigsten Konstellationen geben". Man wisse nie, was alles passieren kann. "Einen proaktiven Rücktritt wird es auf jeden Fall nicht geben", so Adler, der sich aber bei der Konkurrenzsituation keine allzu großen Hoffnungen macht. Es gäbe aber dennoch Mittel und Wege, ihn im Fall der Fälle zu erreichen.

Unbestrittene Nummer 1
Keine Sorgen um seinen Stammplatz muss sich René Adler bei seinem neuen Arbeitgeber Mainz 05 machen. Seit Saisonbeginn steht der gebürtige Leipziger im Tor, was den Vorgänger Jonas Lössl zum Wechsel nach England animierte. Und obwohl es nach sieben Spieltagen der ein oder andere Punkt mehr hätte sein können - Adler fühlt sich rundum wohl in Mainz. "Ich bin hier, um sportlichen Erfolg zu haben", und der Druck, den er sehr schätzt, sei auch in Mainz gegeben.


Im Vergleich zu Hamburg könne man sich hier aber noch mehr auf das Wesentliche konzentrieren. Er blickt aber durchaus auch positiv auf die nicht immer prickelnden Zeiten beim Dino HSV zurück.

Zeit beim HSV hat ihn geprägt
Besonders die Relegation damals gegen den Karlsruher SC (der HSV konnte sich vor zwei Jahren erst im Rückspiel in Karlsruhe in der Verlängerung retten) empfand Adler als emotional und prägend. Die Erleichterung war zu spüren, die gesamte Situation hat ihn als Spieler, aber auch als Mensch, weiterentwickelt.


Diese Menschlichkeit schätzt auch sein neuer Trainer an ihm."Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben", sagt Sandro Schwarz im SWR-Interview. "Er bereitet sich auf jedes Training und auf jedes Spiel top-professionell vor, kommt super an in der Truppe und ist extrem ehrgeizig".

Viel Lob für den neuen 05-Leader, der andererseits auch selbst von seinem neuen Umfeld begeistert ist. Selbst mit seiner Erfahrung könne er noch viel lernen, sei es von Torwarttrainer Stephan Kuhnert, der ihm auch nach dem offiziellen Trainingsende oft noch einige Bälle um die Ohren schießt, oder aber von seinen jungen Torwartkollegen. "Sie kommen alle aus der eigenen Nachwuchsabteilung, auch das spricht doch für die tolle Arbeit der Mainzer", so Adler.

Hobbygolfer Adler
Seine eher knapp bemessene Freizeit am neuen Arbeitsplatz nutzt René Adler ab und zu für die ein oder andere Golfrunde. Sein Handicap, das wegen zu wenig gespielter Turniere "nur" bei 25 liegt, würde er sehr gerne verbessern - doch noch liegt der Fokus ganz klar auf "seinem Business", dem Fußball.

Zu Hamburg, wo er sehr viele Freunde hat Adler natürlich noch einen ganz besonderen Bezug.

Mainz 05 gegen den HSV, Samstag, 15.30 Uhr, live in SWR 1 Stadion

So konnte er in der Länderspielpause endlich wieder einmal im "eigenen Bett" schlafen. Den Austausch vor dem Spiel am Samstag gab es aber "nur mit Freunden, nicht mit Konkurrenten". Was aber nicht heißt, dass er dem HSV nicht die Daumen drückt. "Ich mag den HSV, das ist ein toller Klub, aber in den beiden Spielen gegen uns werden wir schon schon versuchen, dass sich die Punkteausbeute für die Hamburger in Grenzen hält."