Bitte warten...

Frauenfußball | SC Freiburg Freiburgs Frauen-Talentschmiede

Die Frauenmannschaft des SC Freiburg spielt momentan die beste Saison der Vereinsgeschichte. Die jungen Fußballspielerinnen kommen dabei größtenteils aus der eigenen Nachwuchsschmiede.

SC Freiburg Frauen jubeln

Sind derzeit im Höhenflug - die Fußballerinnen des SC Freiburg

Nur das schlechtere Totverhältnis trennt die Frauenmannschaft des SC Freiburg vom ersten Platz in der Frauenfußball-Bundesliga. Fünf Siege und ein Remis ist die derzeitige Bilanz für den Frauen-Club aus dem Breisgau - die gleiche Bilanz pflegt der Triple-Sieger der Saison 2012/13, der VfL Wolfsburg. Am Wochenende kommt es nun zum Spitzenspiel der beiden Spitzenreiter: Der VfL Wolfsburg gastiert im Freiburger Möslestadion. Mit einem Sieg gegen die Wolfsburgerinnen könnten die Freiburgerinnen alleiniger Tabellenführer werden.

Seit Jens Scheuer läuft es rund

Für den SC Freiburg ist die laufende Saison die beste ihrer Vereinsgeschichte (Tabellenplatz 2). Nicht ganz unschuldig daran ist Trainer Jens Scheuer. Seit dem 01. Juli 2015 trainiert er die Frauen des Sportclubs - mit Erfolg. In seiner ersten Saison belegten seine Mädels den vierten Tabellenrang in der Frauen-Fußball-Bundesliga. Ein Jahr darauf wurden sie ebenfalls Vierter. So erfolgreich konnten sich die Frauen vom SC Freiburg aber nicht immer zeigen. "Früher schauten wir in der Tabelle immer ins Mittelfeld, oder mussten bangen, dass wir nicht absteigen", so Managerin Birgit Bauer, die seit der Gründung des Frauenfußballs beim SCF ist.

Seit Juli 1991 kicken offiziell Frauen beim SC Freiburg. Im ersten Jahr in der Bezirksliga qualifizierten sich die Frauen mit 20 Siegen in 20 Spielen für die Verbandsliga Südbaden. 1998/99 folgte der Aufstieg in die deutsche Frauenfußball-Bundesliga, wo der SCF aber nach einer Saison wieder abstieg. Nach einem weiteren Auf- und Abstieg setzten sich die Freiburgerinnen seit 2011 als fester Bestandteil der Bundesliga durch.

Freiburg mausert sich zur Talentschmiede

Die Liste ist lang, wenn man auf die Nationalspielerinnen schaut, die den Weg an die Spitze beim SC Freiburg geschafft haben. Allen voran: Olympiasiegerin sowie Welt- und Europameisterin Melanie Behringer. Aber auch Nationalspielerinnen Sara Däbritz und Melanie Leupolz sammelten ihre ersten Profierfahrungen im Breisgau. Beide wurden jüngst Olympiasiegerin in Rio de Janeiro.

Aber auch die Nationalmannschaft um die neue Trainerin Steffi Jones schöpft aus dem Freiburger Kader: Fünf Spielerinnen und damit die meisten aus einem Verein laufen derzeit für die Nationalelf auf. Lina Magull, Lena Petermann, Carolin Simon, Hasret Kayikçi und Laura Benkarth verstärken den Kader der Nationalspielerinnen. Die beiden Letzteren durchliefen sogar die Nachwuchsschmiede des SC Freiburg.

Erste Fußball-Eliteschule des Sports für Mädchen

Die Freiburger waren Vorreiter in Sachen Nachwuchsgewinnung im Frauenfußball. "Wir wurden damals die erste Eliteschule des Fußballs für Mädchen und Jungen", erklärt Edgar Beck, der zusammen mit Lutz Riemenschnitter national und international junge Mädchen sichtet. Im Gegensatz zu den Männern hat die Abteilung des Frauenfußballs beim SCF keine Fußballschule. Die Nachwuchsgewinnung findet hauptsächlich durch Sichtungen statt. Den jungen Talenten wird anschließend ein Training angeboten, in das sie zusätzlich zum Vereinstraining gehen können. Die Mädchen können ab der U15-Mannschaft für den SC Freiburg in der C-Junioren-Kreisliga aufspielen und sich durch die U17-Mannschaft bis in die Bundesliga hochspielen.

2:09 min

Mehr Info

Fußball | SC Freiburg

Nachwuchsschmiede Freiburg

Claus-Peter Hufer

Die Freiburger Fußballfrauen bringen seit Jahren Top-Talente hervor. Deren Ausbildung im vereinseigenen Sportinternat wird bundesweit sehr geschätzt.

Die Karriere nach dem Sport soll durch die Betreuung des Sportinternats gewährleistet werden. Durch die Eliteschule steht einem schulischen Abschluss nichts im Wege. "Wir haben hier keine Abgängerinnen, die die Schule unterhalb der Fachhochschulreife abschließen. Die meisten haben sogar einen guten bis sehr guten Abschluss", bestätigt Jürgen Willrett. Nach der schulischen Laufbahn kann durch die Kooperation mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg oder der Hochschule Furtwangen ein Studium eingeschlagen werden. Selbst für den beruflichen Werdegang bekommt man in Freiburg ein Rundum-sorglos-Paket.