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Ermittlungen in Dresden und Karlsruhe Durchsuchungen nach Dresdner Fanmarsch

Das Zweitligaspiel des Karlsruher SC gegen Dynamo Dresden im Mai dieses Jahres hat ein Nachspiel. Am Dienstag durchsuchte die Polizei 35 Wohnungen und Geschäftsräume.

Gezündete Rauchgranaten

Nebel von Rauchgranaten über dem Wildparkstadion

Der überwiegende Teil der Wohnungen und Geschäftsräume liegt in Dresden und Umgebung. Es sind aber auch Objekte in Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz betroffen.

Polizei und Staatsanwaltschaft sprachen auf einer Pressekonferenz in Dresden von Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungs- sowie Sprengstoffgesetz. Sie richteten sich gegen 28 Tatverdächtige. 370 Beamte, davon 100 aus Karlsruhe, sowie drei Staatsanwälte waren an der Aktion beteiligt. Dabei wurden rund 300 Gegenstände, darunter Smartphones, Computer und Pyrotechnik beschlagnahmt.

Verhaftung in der Schweiz

Die Ermittlungen richten sich gegen mehr als 20 Personen, die der Führungsebene der Dresdner Fans angehören. Sie stehen unter dem Verdacht den Fanmarsch organisiert zu haben, bei dem es zu schweren Ausschreitungen kam. Dabei wurden 21 Polizeibeamte durch Pyrotechnik verletzt, einige haben bleibende Hörschäden davongetragen. Ein Beschuldigter wurde in der Schweiz vorläufig festgenommen.

Im Mai waren etwa 1.500 Dresdner Fans in einheitlicher militärähnlicher Tarnkleidung und teilweise vermummt durch Karlsruhe marschiert. Die Polizei spricht von einem militanten Erscheinungsbild, das durch Trommeln und schwarzen Rauch noch verstärkt wurde.

"Krieg dem DFB"

Die Dresdner Fans trugen auf Englisch den Schriftzug "Fußballarmee Dynamo Dresden" auf ihrer Kleidung und ein Banner mit der Aufschrift "Krieg dem DFB". Sie zündeten zudem Pyrotechnik und bewarfen damit Polizisten. Bei dem Einsatz waren 21 Beamte verletzt worden. Anschließend kam es auch im Wildparkstadion zu Gewalt im Gästeblock.

Aktuell im SWR