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Eishockey | Bundesliga Wild Wings mit Heimpleite gegen Bremerhaven

Die Schwenninger Wild Wings mussten eine herbe Niederlage gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven hinnehmen. Beim 1:4 spielte Dustin Strahlmeier eine Hauptrolle.

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Dustin Strahlmeier ist ein Käpsele. Darum hat der Torhüter der Schwenninger Wild Wings auch nur unschuldig umher geschaut, als alle dachten, er hätte den Schuss von Rylan Schwartz mit einer starken Parade abgewehrt. Dabei war der 25-Jährige zu diesem Zeitpunkt wohl der einzige, der wusste, wo der Puck wirklich war: im Tor - eingeklemmt zwischen Netz und Gestänge. Und als der Schiedsrichter einen Moment nicht hinschaute, holte er die Scheibe aus ihrem Versteck und spielte sie zum Bully-Kreis.

Allerdings hatte das Schiedsrichter-Team um Robert Paule und Daniel Piechaczek bereits Verdacht geschöpft und forderte den Video-Beweis. Und nach eingängigem Studium der Bilder entschieden sie: Das Tor des ehemaligen Heilbronners Rylan Schwartz zählte. Es war das 0:1 nach einem äußerst zähen ersten Drittel, in dem die Defensiv-Reihen beider Teams dominierten. Anschließend mussten die 4.695 Zuschauer in der Helios-Arena mit ansehen, wie Mike Hoeffel den Rückstand noch vergrößerte (33.).

Will Acton kann verkürzen

Das 0:3 schoss Jason Bast via Penalty, nachdem Dominik Bohac den 28-jährigen Kanadier bei einem Konter robust zu Boden gerungen hatte (54.). Zwar konnte Will Acton drei Minuten vor Schluss nochmal verkürzen. Aber Jan Urbas traf in der Schlussminute ins leere Tor und stellte den 1:4-Endstand her.

Für die Wild Wings war es eine ärgerliche Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. Nach dem 1:4 fallen die Schwarzwälder auf Platz zehn zurück und haben nun fünf Punkte Rückstand auf die Playoff-Ränge und nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Iserlohn Roosters, die von Platz elf aus auf die Pre-Playoffs lauern.

Von Michael Richmann