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Eishockey | Adler Mannheim Neuer Trainer der Adler Mannheim vorgestellt

Nach der bitteren 2:4-Niederlage gegen die Straubing Tigers haben sich die Adler Mannheim von Trainer Sean Simpson und Manager Teal Fowler getrennt. Nun übernimmt Bill Stewart.

Sean Simpson ist nicht mehr Trainer der Adler Mannheim

Sean Simpson ist nicht mehr Trainer der Adler Mannheim

Nach den "enttäuschenden Auftritten" will Adler-Mannheim-Geschäftsführer Daniel Hopp einen Neuanfang. Die Niederlage in Straubing am vergangenen Sonntag habe "das Fass zum Überlaufen gebracht". Darum haben sich die Adler Mannheim auf einen Schlag von Trainer Sean Simpson und Manager Teal Fowler getrennt. Mit dem Trainer musste auch Co-Trainer Colin Müller gehen.

Am Mittwoch haben Adler Mannheim haben den Rauswurf ihrer sportlichen Führung als unvermeidliche Maßnahme verteidigt. "Ich habe keinen anderen Weg gesehen, als diesen radikalen Schritt zum Wohle des Vereins zu gehen", sagte Geschäftsführer Daniel Hopp am Dienstag. Die Adler liegen nach 28 Spielen und damit etwas mehr als der Hälfte der Saison mit 43 Punkten in der Tabelle auf Rang sieben, der nur zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt.

Zweite Chance für "Psycho Bill"

Bis zum Saisonende wird Bill Stewart die Adler übernehmen. Der Italo-Kanadier war bereits von 2000 bis 2004 Trainer in Mannheim und hat die Adler 2001 zur Deutschen Meisterschaft geführt. Der 60-Jährige hatte zuletzt bei den Straubing Tigers hinter der Bande gestanden, war dort aber im Oktober freigestellt worden. Der ehemalige NHL-Profi Jochen Hecht, der ebenfalls zum Trainer-Team gehörte, bleibt Co-Trainer.

Bill Stewart (hier noch an der Bande der Dresdner Eislöwen) hat die Adler Mannheim bis Saisonende übernommen

Bill Stewart hat die Adler Mannheim bis Saisonende übernommen

Für Stewart ist es die zweite unverhoffte Chance zu einem Comeback im deutschen Eishockey. Schon die Verpflichtung durch Straubing im Frühjahr kam überraschend. Der Nordamerikaner war lange einer der auffälligsten Akteure in der DEL: In der Meistersaison 2000/01 etwa lieferte er sich in den Playoffs eine Schlägerei mit einem gegnerischen Coach und täuschte im Finale einen Schwächeanfall vor, um seinem Team mehr Zeit beim Schlittschuhschleifen zu verschaffen. Dafür bekam er Spitznamen wie "Kill Bill" oder "Psycho Bill". Stewart nahm das bei der Pressekonferenz am Dienstag jedoch gelassen hin: "Ich kenne meine Spitznamen. Ob ich nach der Saison einen anderen haben werde, wird die Zeit zeigen." Der neue Trainer hat ambitionierte Ziele mit seinem kriselnden Ex-Club. "Ich will jedes Spiel gewinnen", sagte er.

Nach einigen Jahren bei einem unterklassigen Team in Ontario kehrte Stewart 2016 nach Deutschland zurück und heuerte bei den Dresdner Eislöwen in der DEL2 an. Nach dem kurzen und letztlich erfolglosen Engagement in Straubing soll er nun seinem Ex-Club aus Mannheim die Saison retten.

Auch Teal Fowler muss bei den Adlern Mannheim seinen Hut nehmen

Auch Teal Fowler muss bei den Adlern Mannheim seinen Hut nehmen

Mit Fowler muss ein langjähriger, sportlich Verantwortlicher in Mannheim gehen. Fowler heuerte bereits 2006 In seiner Zeit als Co-Trainer von Greg Poss an und gewann gleich in seinem ersten Jahr die Meisterschaft. Bevor er 2010 auf den Manager-Posten wechselte fungierte der 46-Jährige auch als Interimstrainer der Adler. In seinen sieben Jahren als Team-Manager gewannen die Adler Mannheim 2015 erneut den Titel.

Wer nach der Trennung von Fowler neuer Adler-Manager wird, ist dagegen noch unklar. Die Suche nach dem neuen Mann habe "höchste Priorität", sagte Hopp. "Wir wollen den Bestmöglichen, aber nicht den Schnellstmöglichen."