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DFB Pokal | VfB Stuttgart Geht ja doch noch: Auswärtssieg für den VfB

In der Bundesliga hagelte es für den VfB Stuttgart auswärts nur Niederlagen. Doch beim 3:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang den Schwaben der erste Auswärtssieg in dieser Saison.

Jubel VfB Stuttgart

Daniel Ginczek hat den Elfmeter zum 1:1 Pausenstand verwandelt

Zuversicht ist, wenn man hinten liegt und trotzdem an sich glaubt. Der VfB Stuttgart war von Beginn an die bessere Mannschaft in diesem Pokal-Fight. Und die Stuttgarter vergaben auch die erste große Chance in diesem Spiel: Lauterns Keeper hatte einen Schuss von Takuma Asano vor die Füße von Emiliano Insua abgewehrt - der Argentinier aber schaffte es nicht, den Ball aus wenigen Metern an dem bereits geschlagenen Sievers vorbei ins Tor zu schießen - er traf nur den Pfosten (3.). Fast im Gegenzug dann der Fehler von Stuttgarts Verteidiger Benjamin Pavard. Der Franzose köpfte den Ball zurück zum eigenen Torhüter - das aber nicht konsequent genug. Lauterns Stürmer Lukas Spalvis machte aus der verunglückten Rückgabe eine Vorlage und erzielte das 1:0 für die Gastgeber - und das gerade mal nach sieben Minuten. Erste Chance für Kaiserslautern, erstes Tor für Kaiserslautern.


Hohe Intensität auf dem Betzenberg

Die Stuttgarter aber reagierten hochprofessionell, zeigten keinerlei Nervosität und behielten das Spiel weiter in der Hand. Und wieder war der quirlige Takuma Asano an einer entscheidenden Situation beteiligt: Er drang mit dem Ball in den Strafraum ein und fiel. Nicht einfach so, sondern über das Bein des in dieser Situation eher unbeholfenen Lauterer Verteidigers Joel Abu Hanna. Den fälligen Strafstoß verwandelte Daniel Ginzcek in der 21. Minute sicher - er hatte an diesem Abend den Vorzug vor Simon Terodde erhalten. Kurz vor der Halbzeit dann Glück für den VfB - Vucur köpft den Ball knapp am Tor von Ron Robert Zieler vorbei. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Doppelspitze Terodde - Ginczek

Auch nach Wiederanpfiff blieb das Tempo hoch. Und der VfB hatte die nächste Chance. Chadrac Akolos Tunnel aber wehrte Lauterns Schlussmann gerade noch ab. Die Stuttgarter konnten die Dominanz nicht halten und wechselten nach 57 Minuten. Für Holger Badstuber kam mit Simon Terodde ein weiterer Stürmer ins Spiel. Nutznießer war zunächst aber Chadrac Akolo, der jetzt nicht mehr präzise markiert wurde - und nach Hereingabe von Andreas Beck das 1:2 für den VfB erzielte. Terodde aber hatte auch etwas vorzuzeigen: das 1:3 auf Pass von Akolo. Auswärts, das zeigte sich jetzt, kann der VfB durchaus noch Tore erzielen, zumindest beim derzeit Tabellenletzten der zweiten Liga.


Kaiserslautern versuchte, den Anschlusstreffer zu erzielen - mit der Hereinnahme von Berkay Özcan für Daniel Ginzcek konzentrierte sich der VfB zehn Minuten vor Spielende darauf, den Zwei-Tore-Vorsprung zu halten. In der Nachspielzeit hatte der VfB sogar noch die Chance auf das vierte Tor, doch Berkay Özcan schoss Schlussmann Sievers an.

Fazit: auswärts kann der VfB Stuttgart nicht nur gewinnen, er kann sogar mehr als nur ein Tor erzielen - auch wenn der Zweitligist aus Kaiserslautern nicht der allerschwierigste aller möglichen Gegner war. Aber einen solch frühen Rückstand in einen überzeugenden Sieg umzumünzen, kann das Selbstvertrauen der Stuttgarter in das eigene Offensivvermögen eigentlich nur stärken.

1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart 1:3 (1:1)

Kaiserslautern: Sievers - Kessel (46. Modica), Vucur, Abu Hanna - Mwene, Moritz, Seufert (65. Fechner), Guwara - Atik - Shipnoski (75. Andersson), Spalvis
Trainer: Strasser

Stuttgart: Zieler - Baumgartl, Badstuber (57. Terodde), Pavard - Burnic, Ascacibar - Beck, Akolo (72. Brekalo), Emiliano Insua - Asano, Ginczek (81. Berkay Özcan)
Trainer: Wolf

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 28.322

Tore: 1:0 Spalvis (7.), 1:1 Gincek (20., Foulelfmeter), 1:2 Akolo (66.), 1:3 Terodde (72.)