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DFB-Pokal | 1. FC Kaiserslautern Rote Teufel verlieren das "Bonusspiel"

Die Überraschung blieb aus. Der VfB Stuttgart war in der zweiten Runde des DFB-Pokals zu stark für den 1. FC Kaiserslautern. Doch die Leistung der Roten Teufel macht den Fans Hoffnung.

Jubel 1. FC Kaiserslautern

Der Litauer Lukas Spalvis hatte den FCK mit 1:0 in Führung geschossen

In der zweiten Runde des DFB-Pokals trafen Stuttgarter Spielwitz und Lauterer Kampfgeist aufeinander. Und es war lange Zeit offen, was davon den Weg ins Achtelfinale bahnen würde. Denn das Spiel wogte (vor allem in der ersten Halbzeit) hin und her. Der FCK war noch nicht ganz auf dem Platz, da mussten die 25.000 Zuschauer im halbvollen Fritz-Walter-Stadion bereits kurz den Atem anhalten: Andreas Beck bediente Takuma Asano, Jan-Ole Sievers, der für den geschonten Marius Müller spielte, konnte den Ball noch parieren. Beim Nachschuss von Emiliano Insua wäre er chancenlos gewesen, doch der Argentinier nagelte den Ball an den Pfosten (3.). Durchatmen.


Denn nur vier Minuten später brauchten sie Luft brauchten ihre Luft zum Jubeln. Denn nach einer kuriosen Kopfball-Rückgabe von Benjamin Pavard, direkt in den Lauf von Lukas Spalvis, fackelte der Litauer nicht lange und hämmerte den Ball ins kurze Eck. In der 15. Minute scheiterte zuerst Daniel Ginczek an FCK-Torwart Sievers und Chadrac Akolo rutschte aus, weshalb er den Abpraller nicht verwehrten konnte. Im direkten Gegenzug hätte Baris Atik fast das 2:0 gemacht. Doch sein Kopfball verfehlte das Tor um Zentimeter.

Akolo war nicht zu stoppen

FCK-Stürmer Baris Atik ärgerte sich nach der vergeben Chance zum 2:0 im DFB-Pokal-Spiel gegen den VfB Stuttgart.

FCK-Stürmer Baris Atik ärgerte sich nach der vergeben Chance zum 2:0.

Kurz vor dem Ausgleich hat es Verteidiger Joel Abu Hanna dann mit dem Kampfgeist etwas übertrieben, als er Asano an der Strafraum-Kante umriss und Schiedsrichter Patrick Ittrich auf Elfmeter entschied. Zu unrecht, wie sich anhand der Zeitlupen-Bilder herausstellte, denn Asano fiel bereits vor dem Strafraum. Ginczek war das egal, er verwandelte zum 1:1. Und weil sowohl Ginczek (30.) als auch Stipe Vucur (45.) ihre Chancen nicht nutzten, ging es mit 1:1 in die Pause.

Nach der Pause verflachte das Spiel - vor allem, weil FCK-Trainer Jeff Strasser Giuliano Modica für Benjamin Kessel brachte. Die umgestellte Abwehr-Kette hatte die Stuttgarter Flügelflitzer Akolo und Asano deutlich besser im Griff. Doch Akolo war an diesem Abend nicht dauerhaft zu stoppen. Und so war es der Kongolese, der den Lauterer Hoffnungen auf eine Pokal-Überraschung ein jähes Ende setzte: Ein Tor machte er selbst (66.) und das Tor des eingewechselte Simon Terodde (71.) bereitete er vor.

Die Roten Teufel machen Hoffnung

Doch trotz der 1:3-Niederlage hat der 1. FC Kaiserslautern gezeigt, das weiterhin mit der Mannschaft zu rechnen ist. Diese Leistung müssen die Roten Teufel am Samstag gegen Jahn Regensburg jedoch bestätigen. Denn wichtig ist in der Liga, der Pokal, war nun ein Bonus-Spiel.


1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart 1:3 (1:1)

Kaiserslautern: Sievers - Kessel (46. Modica), Vucur, Abu Hanna - Mwene, Moritz, Seufert (65. Fechner), Guwara - Atik - Shipnoski (75. Andersson), Spalvis
Trainer: Strasser

Stuttgart: Zieler - Baumgartl, Badstuber (57. Terodde), Pavard - Burnic, Ascacibar - Beck, Akolo (72. Brekalo), Emiliano Insua - Asano, Ginczek (81. Berkay Özcan)
Trainer: Wolf

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)

Zuschauer: 28.322

Tore: 1:0 Spalvis (7.), 1:1 Gincek (20., Foulelfmeter), 1:2 Akolo (66.), 1:3 Terodde (72.)