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Eishockey | Vorplayoffs Letzte Chance für Adler Mannheim

Die ohnehin verkorkste Saison der Adler Mannheim (Platz 10 in der Doppelrunde) könnte am heutigen Abend gegen die Kölner Haie ein jähes Ende nehmen.

Adler gegen Köln

Nur selten entwischten die Adler den Kölnern im Hinspiel so, wie hier Sinan Akdag (l.) gegen Patrick Hager (r.)

Nach der 3:6-Niederlage im Hinspiel droht den Kurpfälzern am heutigen Freitag (19.30 Uhr) gegen die Kölner Haie das Aus. "Das Einzige, was uns jetzt hilft, ist ein Sieg. Wir haben keine Zeit für Entwicklungen", sagte Mannheims Doppeltorschütze Christoph Ullmann nach der neuerlichen Pleite. Das Gastspiel vor 9.161 Zuschauern in der Lanxess-Arena war ein Spiegelbild der Saison. Es scheint, als seien die hochkarätig besetzten Adler derzeit nicht in der Lage, über 60 Minuten eine konstante Leistung zu bringen.

Gute Leistung nach frühem Rückstand

"Wir haben die ersten drei Gegentore hergeschenkt", sagte Teammanager Teal Fowler, "dann hat die Mannschaft gezeigt, dass sie es kann. Wir müssen die Leistung nach dem klaren Rückstand in Köln am Freitag über 60 Minuten bringen", forderte Coach Craig Woodcroft. Nach dem frühen 0:3 kamen die Mannheimer trotz guter Leistung nicht mehr zurück ins Spiel und mussten sich letztendlich mit 3:6 geschlagen geben. Im zweiten Spiel gegen Köln steht Woodcrofts Team also mit dem Rücken zur Wand.

Die Mannheimer acht

Für alle Statistik-Freaks zieht sich übrigens eine Zahl durch die Adler-Saison: Acht Spiele konnten die Adler im Jahr 2016 erst gewinnen - dagegen stehen zwei Niederlagenserien von jeweils acht Spielen, welche die Adler im Dezember und Februar hinnehmen mussten. Selbst bei der Tordifferenz in der regulären Saison steht die Acht: mit 138:146 Toren standen die Adler nämlich bei minus acht Treffern. Dazu passt, dass die Adler in bislang 26 Playoff-Partien gegen die Kölner Haie acht Mal als Sieger vom Eis gingen. Zumindest diese acht sollte am Freitagabend also besser passé sein.


Der Playoff-Modus

Zum Auftakt der Playoffs um die 96. deutsche Eishockey-Meisterschaft kämpfen die Adler Mannheim gegen die Kölner Haie und der ERC Ingolstadt gegen die Straubing Tigers um die letzten beiden Viertelfinalplätze. Zwei Siege sind zum Weiterkommen nötig. Red Bull München, die Eisbären Berlin, die Iserlohn Roosters, die Grizzlys Wolfsburg, die Düsseldorfer EG und die Nürnberg Ice Tigers haben sich direkt für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

Ab dem Viertelfinale gilt der Modus "best of seven". Wer zuerst vier Spiele gewonnen hat, kommt eine Runde weiter bzw. gewinnt den Titel. Bei Unentschieden nach 60 Minuten wird so lange in 20-Minuten-Abschnitten weitergespielt, bis ein Tor fällt ("sudden death"). Dabei wird anders als in der Vorrunde mit Fünf gegen Fünf gespielt.