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Erst sollte die DEL Mitte September starten, dann Mitte November. Nun hat die Liga bekanntgegeben, dass der Saisonstart am 17. Dezember stattfindet. Alle Klubs sind in der neuen Saison dabei.

Mitte März standen die Adler Mannheim kurz vor den Playoffs auf Platz zwei der Deutschen Eishockey Liga (DEL), als die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wurde. Ein trauriger Tag für Fans, Spieler und alle Beteiligten, sagte Pavel Gross, Trainer der Adler Mannheim damals zu SWR Sport. "Auf diese Art und Weise die Saison zu beenden, ist nicht günstig."

Hauptrunde von 52 auf 38 Spiele verkürzt

Neun Monate danach startet die DEL am 17. Dezember in ihre 27. Saison - mit allen Teams. Allerdings ist sie kürzer und wird in einem anderen Modus ausgetragen. Das hat die DEL heute nach einer virtuellen Gesellschafterversammlung mitgeteilt. Die Liga wird in zwei regionale Gruppen eingeteilt: Kürzere Reisen sollen die Kosten senken und die Umsetzung der Hygienevorgaben erleichtern. Gespielt wird deshalb in einer Nord- und einer Süd-Gruppe mit jeweils 28 Regionalspieltagen (24 Spiele pro Klub) sowie 14 Spielen gegen die sieben Mannschaften der anderen Gruppe, sodass die Hauptrunde von 52 auf 38 Spiele verkürzt wird. Anschließend ermitteln jeweils die vier Gruppenbesten in den Playoffs den Meister (Best-of-three-Modus).

"Das ist ein unglaubliches Gefühl und ein ganz wichtiges Signal für das deutsche Eishockey aber natürlich auch für die Wild Wings."

Christoph Sandner, Geschäftsführer der Schwenniger Wild Wings

Ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten

"Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: "Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Klubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Klubs starten wollen. Das ist uns gelungen." Auch Christoph Sandner, Geschäftsführer der Schwenniger Wild Wings freut sich, dass die Saison endlich starten kann. "Das ist ein unglaubliches Gefühl und ein ganz wichtiges Signal für das deutsche Eishockey aber natürlich auch für die Wild Wings."

Lange Zeit war offen, ob alle 14 Klubs an der Saison teilnehmen werden. Zuletzt hatten sechs Teams aus finanziellen Nöten auch auf die Teilnahme am Testlauf, dem Magenta-Sport-Cup, verzichtet. Die Adler Mannheim und die Schwenninger Wild Wings nehmen aber zurzeit bereits am Magenta-Sport-Cup teil. Vor allem die Wild Wings konnten mit einem Sieg gegen Ex-Meister München (2:1) und einem 5:1 gegen die Eisbären Berlin bei dem DEL-Testturnier überzeugen.

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Bereits im Vorfeld der Gesellschafterversammlung hatten fünf Wackelkandidaten (Nürnberg, Ingolstadt, Straubing, Augsburg und Iserlohn) signalisiert, dass sie beim DEL-Saisonstart dabei sein werden. Am Mittwoch haben auch die Kölner Haie als letzter Wackelkandidat grünes Licht für einen Saisonstart gegeben. Die Krefeld Pinguine, bei denen die Spieler den kurzfristig geforderten Gehaltsverzicht aufgrund von noch ausstehenden Gehaltszahlungen zunächst abgelehnt hatten, sind auch dabei.

Mannheim und Schwenningen gemeinsam in einer Südgruppe

Der ligaweite Gehaltsverzicht von Spielern und Trainern von bis zu 60 Prozent sowie die Auszahlung von staatlichen Hilfszahlungen von bis zu 800.000 Euro an viele Klubs, sind zwei wesentliche Faktoren, die eine "Geistersaison" ohne Zuschauer zulassen. "Wir gehen alle ein enormes wirtschaftliches Risiko ein", hatte auch Mannheims Gesellschafter Daniel Hopp vor der Gesellschafterversammlung stellvertretend gesagt.

Die Mannheimer spielen in der kommenden Saison gemeinsam mit den Schwenninger Wild Wings und den bayerischen Teams Augsburg, München, Nürnberg, Ingolstadt und Straubing in der Südgruppe. Zu den Nordklubs zählen die Eisbären Berlin, Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguine und Grizzlys Wolfsburg.

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