Anna-Lena Forster bejubelt ihre Goldmedaille im Slalom bei den Paralympics in Peking. (Foto: imago images, IMAGO/Xinhua)

Winter-Paralympics in Peking

Athletinnen und Athleten aus BW räumen bei Paralympics ab

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Die Sportlerinnen und Sportler aus Baden-Württemberg haben bei den Winter-Paralympics in Peking allein 17 der insgesamt 19 deutschen Medaillen geholt. Eine beeindruckende Bilanz.

Was für eine Ehre: Voller Stolz trug Leonie Walter aus St. Peter auf der Abschlussfeier der Paralympics gemeinsam mit ihrem Guide Pirmin Strecker die deutsche Fahne. "Sie ist gerade mal 18 Jahre alt und glänzt hier mit solch herausragenden Leistungen", freute sich Karl Quade, Deutschlands Chef de Mission, und meinte damit vor allem Walters Goldcoup im Biathlon. Zusätzlich gewann Walter noch drei Bronzemedaillen in Peking.

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Walter ist aber nicht die einzige eifrige Medaillensammlerin aus Baden-Württemberg. Von den insgesamt 19 Medaillen für das deutsche Team gingen allein 17 an Athletinnen und Athleten aus dem Land.

"Weltnaturtalent" Linn Kazmaier

Vor allem die erst 15-jährige Linn Kazmaier, zweitjüngste Teilnehmerin in Peking, begeisterte die paralympische Sportwelt. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), sprach in seiner Euphorie sogar von einem "Weltnaturtalent". Die Sehbehinderte aus Nürtingen kürte sich mit ihrem Sieg im Skilanglauf über zehn Kilometer zur jüngsten deutschen Goldmedaillengewinnerin bei Paralympischen Winterspielen. Die beeindruckende Medaillenausbeute Kazmaiers: Einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze.

Mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen tritt Anna-Lena Forster (Radolfzell) die Heimreise nach Deutschland an. Die 26-Jährige Monoski-Fahrerein wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. "Ich habe mir den meisten Druck selbst gemacht", bilanzierte sie. "Ich kann unheimlich stolz auf mich sein."

Ein Ausnahmeathlet tritt ab

Zufrieden ist auch Skilangläufer Marco Maier nach seinem Debüt bei Paralympischen Winterspielen. In Peking gewann der 22-jährige Athlet des SV Kirchzarten zweimal Silber.  

Ausnahmeathlet Martin Fleig (Freiburg) hat zum Abschluss seiner herausragenden Karriere noch einmal eine Silbermedaille gesammelt. Seine unverhoffte Silbermedaille über die Mitteldistanz in der sitzenden Klasse widmete er seiner Frau Stefanie. "Da hört ein wirklich großer und toller Sportler auf", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Der 32-Jährige Fleig hatte die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier in Stadion getragen.

Skifahrerin Andrea Rothfuss (Freudenstadt) will ihre erfolgreiche Karriere hingegen fortsetzen. "Schluss ist sicher noch nicht", sagte die 32-Jährige nach ihrer fünften Teilnahme an den Spielen. In Peking gewann Rothfuss Bronze im Riesenslalom. Damit hat sie insgesamt schon 14 Medaillen bei Paralympics gewonnen.

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