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Bundesliga | VfB Stuttgart VfB verliert unglücklich bei RB Leipzig

Trotz eines couragierten Auftritts konnte der VfB Stuttgart bei RB Leipzig nicht punkten. Die Auswärts noch punktlosen Schwaben verloren beim deutschen Vize-Meister mit 0:1 (0:1) und ließen dabei in der zweiten Hälfte zahlreiche Chancen ungenutzt.

Duell zwischen Emiliano Insua vom VfB Stuttgart (li.) und Timo Werner von RB Leipzig

Duell zwischen Emiliano Insua vom VfB Stuttgart (li.) und Timo Werner von RB Leipzig

Kurz vor Anpfiff war es still im Leipziger Stadion: Mit einer Schweigeminute ehrten die Fans beider Lager den verstorbenen Leipziger Nachwuchschef Thomas Albeck, der früher in gleicher Funktion für den VfB Stuttgart tätig war. Das Spiel begann VfB-Trainer Hannes Wolf mit drei Neuen im Vergleich zur Startelf beim 2:1-Heimerfolg der Stuttgarter gegen den 1. FC Köln. Für Marcin Kaminski, Josip Brekalo und Anastasios Donis rückten Andreas Beck, Emiliano Insua und Takuma Asano in die Anfangsformation.

Sabitzer schockt den VfB

Leipzig begann druckvoll, der VfB verlegte sich zunächst aufs Verteidigen und lauerte auf Konter. Die Schwaben mussten früh wechseln, für den verletzten Dennis Aogo brachte Stuttgarts Coach Wolf Dzenis Burnic. Es entickelte sich ein Spiel auf ein Tor, der VfB and offensiv kaum statt. Die Gastgeber umso mehr - schließlich gingen sie durch Marcel Sabitzer auch in Führung. Der Fernschuss des Österreichers aus rund 18 Metern schlug in der 23. Minute unter der Latte des VfB-Tores ein, Keeper Ron-Robert Zieler, der ein paar Meter vor der Grundlinie stand, streckte sich vergeblich.

Der VfB fand im Anschluss besser ins Spiel und hatte jetzt auch mehr Ballbesitz. Zu klaren Chancen kam der Bundesliga-Aufsteiger indes immer noch nicht. Leipzig suchte jetzt auch nicht mehr mit aller Macht den Abschluss, so dass es nach 45 Minute verdient 1:0 für die Sachsen stand.

Asano scheitert am Außenpfosten

Ohne personelle Wechsel starteten beide Teams in den zweiten Durchgang. Der VfB wirkte zu Beginn aktiver und kam durch Asano zum ersten Abschluss aus aussichtsreicher Position (50. Minute). Der japanische Angreifer scheiterte allerdings aus elf Metern an Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi. Sechs Minuten später war es erneut Asano, der knapp den Ausgleich verpasste. Mit der Hacke traf der Offensivspieler nur den Außenpfosten des Leipziger Tores. Stuttgart wirkte jetzt deutlich entschlossener als in Halbzeit eins. In der 58. Minute verzog Orel Mangala knapp.

Nach 61 Minuten war auf Seiten von RB Leipzig Schluss für den Ex-Stuttgarter Timo Werner. Der beim VfB ausgebildete Nationalstürmer blieb gegen seinen Ex-Klub blass. Für Werner kam Jean-Kevin Augustin. Zu diesem Zeitpunkt dominierte Stuttgart das Spiel komplett, Leipzig verlegte sich ausschließlich aufs verteidigen.

Zieler rettet gleich drei Mal

Und der VfB gab weiter Gas: In der 71. Minute scheiterte der eingewechselte Chadrac Akolo per Kopf an Gulacsi. Nach Leipziger Kontern verzogen auf der Gegenseite Emil Forsberg und Kevin Kampl jeweils nur knapp. In der 81. Minute parierte VfB-Keeper Zieler gegen Sabitzer stark. Zwei Minuten später war erneut Zieler gegen Augustin zur Stelle. Bei Stuttgart ließen jetzt die Kräfte nach, dennoch warf das Wolf-Team in der Schlussphase nochmal alles nach vorne - allerdings ohne Erfolg.

So bleibt der VfB auswärts auch nach dem fünften Spiel punktlos. Mit zehn Punkten aus neun Spielen müssen die Schwaben den Blick nun wieder nach unten richten. VfB-Innenverteidiger Holger Badstuber haderte nach dem Spiel mit der schlechten Chancenauswertung.


RB Leipzig - VfB Stuttgart 1:0 (1:0)

Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Konate, Orban, Bernardo - Keita (63. Kampl), Demme - Sabitzer, Forsberg (73. Laimer) - Poulsen, Timo Werner (61. Augustin)
Trainer: Hasenhüttl

Stuttgart: Zieler - Beck (75. Brekalo), Baumgartl, Badstuber, Pavard, Aogo (10. Burnic) - Mangala, Ascacibar, Emiliano Insua - Asano (65. Akolo), Terodde
Trainer: Wolf

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Tor: 1:0 Sabitzer (23.)

Zuschauer: 42.558 (ausverkauft)