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Bundesliga | VfB Stuttgart VfB verliert auch vierte Partie auswärts

Der VfB Stuttgart verpasste es auch in Frankfurt, den ersten Punkte dieser Saison auf fremden Platz mitzunehmen. Die Schwaben fingen sich in den Schlusssekunden der Partie das 1:2.

Eintracht Frankfurt vs VfB Stuttgart

Frankfurts Ante Rebic (r.) im Zweikampf mit VfB-Verteidiger Timo Baumgartl (l.)

Nach dem torlosen Unentschieden gegen den FC Augsburg nahm VfB-Trainer Hannes Wolf zwei Wechsel vor: Chadrac Akolo und Daniel Ginzcek kamen in der Offensive für Josip Brekalo und den zuletzt in der Kritik stehenden Stürmer Simon Terodde in die Mannschaft.

Die Schwaben präsentierten sich in einer anfangs ereignisarmen ersten Hälfte auf fremden Platz mutig und setzten erste Nadelstiche in der Frankfurter Defensive. Kurz vor der Pause fing der VfB sich durch einen Fehler von Holger Badstuber das 0:1. Der abgelenkte Ball des Verteidigers landete bei Eintracht-Stürmer Ante Rebic, der gegen VfB-Keeper Ron-Robert Zieler zur Führung einnetzte (42.). Es war die erste nennenswerte Chance der Frankfurter Hausherren bis zu diesem Zeitpunkt.

Wolfs Offensivwechsel zahlen sich aus

Nach dem Seitenwechsel hatten die Schwaben mehr Ballbesitz, taten sich gegen die defensive Fünferkette der Frankfurter aber immer wieder schwer. Akolo kam nach starker Flanke von Donis in der 57. Minute vor Eintracht-Schlussmann Hradecky an den Ball, konnte ihn aber nicht ins Tor drücken. VfB-Trainer Wolf wechselte offensiv und setzte mit Terodde und Brekalo für Beck und Ascacibar ein klares Zeichen.

Das sofort Wirkung zeigte: Terodde köpfte nach einer Ecke von Dennis Aogo stark zum Ausgleich ein (62.). Der VfB blieb am Drücker und hätte kurz darauf nach einem Konter beinahe einen Elfmeter zugesprochen bekommen, als Innenverteidiger Simon Falette Terodde am Strafraum zu Fall brachte. Schiri Brych korrigierte nach Video-Überprüfung seine Entscheidung, so dass es richtigerweise Freistoß für den VfB an der Strafraumgrenze gab. Falette musste wegen Notbremse dennoch vom Platz.

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Späte Frankfurter Führung

Die Gäste waren gegen dezimierte Frankfurter nun das dominantere Team: Terodde und Akolo vergaben weitere gute Chancen (68. und 72.). Die Schwaben spielten stark über die Flügel und kamen immer wieder zu Abschlüssen - hätten sich nach einem Konter aber fast den Ausgleich eingefangen, den Zieler in allerhöchster Not gegen Gacinovic verhinderte (78.). Eine Chance, die für die Frankfurter einem Weckruf gleichkam und die Partie zum Kippen brachte.

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In den Schlussminuten waren es die Hausherren, die nochmal eine deutliche Torchancen durch Kevin-Prince Boateng (82.) verzeichneten. Die VfB-Abwehr wackelt zunehmend und musste mit der letzten Szene des Spiels auch noch das zweite Gegentor hinnehmen, als Sebastien Haller einen Freistoß per Seitfallzieher zum Frankfurter Sieg veredelte (93.).

Frankfurt: Hradecky - Chandler, Abraham, Falette, Tawatha - Stendera (62. Medojevic), de Guzman (54. Russ) - Gacinovic, Kevin-Prince Boateng, Rebic (70. Willems) - Haller. - Trainer: Kovac

Stuttgart: Zieler - Baumgartl, Badstuber, Kaminski - Beck, Ascacibar (61. Terodde), Pavard, Aogo - Akolo (81. Ofori), Donis - Ginczek. - Trainer: Wolf

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Tore: 1:0 Rebic (42.), 1:1 Terodde (61.), 2:1 Haller (90.+3)

Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)