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Bundesliga | VfB Stuttgart Stuttgart schlägt sich selbst beim HSV

Der VfB Stuttgart bleibt auch nach dem sechsten Auswärtsspiel der Saison ohne Punktgewinn auf fremden Plätzen. Beim 1:3 (0:1) gegen den Hamburger SV schlugen sich die Schwaben durch eine frühe Gelb-Rote Karte und einen Mega-Patzer von Torhüter Ron-Robert Zieler selbst.


Der VfB Stuttgart hätte in Hamburg bereits nach drei Minuten in Führung gehen müssen. Berkay Özcan spielte Daniel Ginczek frei, der HSV-Verteidiger Kyriakos Papadopoulos stehen ließ und völlig frei vor dem Tor der Hanseaten auftauchte. Hamburgs Keeper Christian Mathenia lenkte den Schuss des VfB-Angreifers mit einer starken Parade über die Latte.

Burnic fliegt früh vom Platz

Nur kurz darauf setzte es den ersten Dämpfer für die Schwaben. Mittelfeldspieler Dzenis Burnic, der bereits nach vier Minuten die Gelbe Karte gesehen hatte, flog wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. Eine mehr als harte Entscheidung von Schiedsrichter Guido Winkmann. Der Matchplan von Stuttgarts Trainer Hannes Wolf war damit früh hinfällig.

Blackout von Ron-Robert Zieler

Und es kam noch schlimmer für den Bundesliga-Aufsteiger: Einen harmlosen Freistoß von Aaron Hunt ließ Stuttgarts Schlussmann Ron-Robert Zieler durch die Hände gleiten (20. Minute) - ein Mega-Fauxpas des Weltmeisters von 2014. In der 28. Minute war Zieler dann zur Stelle, als Dennis Diekmeier nach Pass des früheren Stuttgarters Filip Kostic aus wenigen Metern zum Abschluss kam. Zieler klärte den Schuss des HSV-Rechtsverteidigers mit dem Fuß.

Stuttgart präsentierte sich in Unterzahl von der Rolle, Hamburg kam zu weiteren Chancen, ohne selbst zu glänzen. Da die Hanseaten die letzte Konsequenz vermissen ließen, ging es mit dem 1:0 für den Bundesliga-Dino in die Pause.

Ginczek eiskalt vom Punkt

In der zweiten Halbzeit dann waren erst wenige Minuten gespielt, als Referee Winkmann nach einem Handspiel von Diekmeier den Videobeweis bemühte und anschließend auf Elfmeter für Stuttgart entschied. Ginczek ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen und glich zum 1:1 aus (55.).

Doppelschlag sorgt für die Vorentscheidung

Der Ausgleich hatte allerdings nicht lange Bestand. Ausgerechnet Kostic, der von 2014 bis 2016 für den VfB spielte, brachte den HSV mit einem Kopfball nach Flanke von Diekmeier wieder in Führung (65.). Nur wenig später düpierte der erst 17-jährige Jann-Fiete Arp Stuttgarts Innenverteidiger Timo Baumgartl und vollstreckte zum 3:1 (69.). Die Vorentscheidung zugunsten der Hanseaten.

Dem VfB gingen nun die Kräfte aus, dennoch spielte die Wolf-Elf weiter nach vorne. Kostic (77.), Mergim Mavraj (80.) und Hunt (81.) verpassten es nach Kontern, für Hamburg nachzulegen. So blieb es am Ende beim verdienten 3:1 für den HSV - auch bedingt durch die fast 80-minütige numerische Überlegenheit. Die Gelb-Rote Karte für Burnic war aus Stuttgarter Sicht eine der zwei Schlüsselszenen - die andere war der Patzer von Zieler.

Hamburger SV - VfB Stuttgart 3:1 (1:0)

Hamburger SV: Mathenia - Diekmeier, K. Papadopoulos, Mavraj, Douglas Santos - Ekdal (90. Janjicic), Sakai - Tat. Ito (68. L. Waldschmidt), Hunt (81. Hahn), Kostic - Arp

VfB Stuttgart: Zieler - Beck, Baumgartl, Pavard, Insua - Burnic, Aogo - Asano, Akolo (81. Ferreira Silva), B. Özcan (66. Mangala) - Ginczek (75. Terodde)

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

Zuschauer: 54.976

Tore: 1:0 Hunt (20.), 1:1 Ginczek (54./Handelfmeter), 2:1 Kostic (64.), 3:1 Arp (69.)

Gelb-Rote Karte: - / Burnic (13./wiederholtes Foulspiel)

Programm-Tipp:

Der SWR zeigt die Höhepunkte der Partie Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart am Sonntag ab 22.05 Uhr in Sport im Dritten im SWR Fernsehen BW.