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Bundesliga | VfB Stuttgart Reschke will den VfB in der Spitze etablieren

Kurzfristig strebt Sportvorstand Michael Reschke mit dem VfB Stuttgart den Klassenerhalt an. Langfristig hat der 60-Jährige mit dem Aufsteiger indes große Pläne: Reschke will den VfB in der Bundesliga-Spitze etablieren.

Michael Reschke, der Sportvorstand des VfB Stuttgart

Michael Reschke, der Sportvorstand des VfB Stuttgart

Der VfB werde eine Mannschaft aufbauen, "die in der Lage ist, in zwei bis drei Jahren zu den Top-sechs der Bundesliga zu gehören", sagte Reschke dem "kicker": "Dafür schaffen der Präsident, der Finanz- und der Marketingvorstand gerade die Voraussetzungen."

Die Voraussetzungen dafür sind beim VfB mit der Ausgliederung der Profiabteilung geschaffen worden. Der Einstieg von Daimler mit 41,5 Millionen Euro sei laut Reschke ein "internationales Signal" gewesen, man müsse jedoch weitere Unterstützer finden. "Ich bin mit der Zielsetzung gekommen, zu helfen, den Klub wieder zu alter Stärke zu führen. Das steht über allem", sagte Reschke.

"Der VfB wird kein Ausbildungsverein sein"

Der 60-Jährige sieht den Aufsteiger daher auch nicht als Klub, der seine besten Spieler regelmäßig abgibt. "Der VfB Stuttgart wird definitiv kein Ausbildungsverein sein", betonte er.

Gleichzeitig hat der Sportvorstand Irritationen über seine Vertragslaufzeit beim VfB beseitigt. "Vier Jahre ist richtig", sagte Reschke. Er ergänzte allerdings für den Fall des sportlichen Misserfolges: "Ich möchte keine wirtschaftliche Belastung für den VfB sein. Daher habe ich dem Klub ein einseitiges Kündigungsrecht zum 30. Juni 2019 eingeräumt."

Reschke war nach der Demission von Jan Schindelmeiser im August zum VfB gekommen, nachdem er zuvor bei Bayern München für die Kaderplanung zuständig gewesen war. Für den Fall eines vorzeitigen Vertragsendes würde Reschke auch auf "sehr große Anteile" einer ihm zustehenden Abfindung verzichten. "Ich will damit ein Zeichen setzen. Wenn meine Arbeitseffektivität nicht stimmt, dann soll der Verein nicht dafür bluten", sagte er.

Reschke verteidigt Transfers

Nochmals präzisierte Reschke seine sehr harschen Äußerungen zur Kritik an den Transfers der ehemaligen Nationalspieler Dennis Aogo und Andreas Beck. "Ich sagte ahnungslose Vollidioten", betonte Reschke. Ahnungslos habe sich auf die sportliche Bewertung bezogen, aber vor allem der Begriff "Resterampe" hatte ihn gestört: "Das ist despektierlich. Wenn unsere Spieler so bezeichnet werden, dann wird zurückgefeuert."