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Bundesliga | VfB Stuttgart Reschke: "Dietrich lebt Stuttgart und den VfB"

Seit einem Jahr ist Wolfgang Dietrich Präsident des VfB Stuttgart. Eine erste Bilanz ist positiv. Am Sonntag ist Wolfgang Dietrich ab 22.05 Uhr zu Gast bei "Sport im Dritten".

VfB-Stuttgart-Präsident Wolfgang Dietrich hinter einem Laptop

Wolfgang Dietrich ist seit dem 9. Oktober 2016 Präsident des VfB Stuttgart

Es war der Mittwoch vergangener Woche. Pressekonferenz mit VfB-Trainer Hannes Wolf vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln. Plötzlich stand der Präsident höchstpersönlich in der Tür. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, kurz und spontan über die positive Vereinsentwicklung zu berichten. Seit der Ausgliederung, so Wolfgang Dietrich (69), habe sich beispielsweise die Zahl der Mitglieder weiter kontinuierlich erhöht. "Mehr als 1.000 neue VfB-Mitglieder kommen seither jeden Monat dazu", berichtete der VfB-Präsident, "das ist ein tolles Zeichen". Derzeit sind es rund 58.000, die sich beim VfB eingeschrieben haben.

Und die nächste Aktion läuft bereits: In den offiziellen VfB-Fankneipen und Treffs liegen jetzt spezielle Mitgliedsanträge im Bierdeckel-Format aus. Wer will, kann damit ohne großen Aufwand der VfB-Familie beitreten. Das Ziel heißt 100.000 Mitglieder.


VfB-Trikots sind in dieser Saison der große Renner

"Die Fußball-Begeisterung in Stuttgart ist riesengroß", so Dietrich. Das lässt sich auch am Trikotverkauf ablesen: Rund 40.000 Hemden mit dem roten Brustring sind in dieser Saison bereits über den Ladentisch gegangen, "das sind fast 40 Prozent mehr als im letzten Jahr". Dafür wollte sich der VfB-Präsident bei allen Beteiligten einfach mal bedanken.

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich ist am Sonntag ab 22.05 Uhr zu Gast bei "Sport im Dritten" im SWR-Fernsehen BW.

Ein schönes Zeichen. Denn das sind Zahlen, die jeden Vereinsvorsitzenden hoch erfreuen. Auch Wolfgang Dietrich, der inzwischen seit einem Jahr die Geschicke im "roten Haus" in Bad Cannstatt lenkt. Und die Ein-Jahres-Bilanz des Präsidenten kann sich durchaus sehen lassen: Wolfgang Dietrich hat mit dem VfB die lange geplante Ausgliederung geschafft, der VfB ist nach dem sportlichen "Betriebsunfall" 2016 und dem Abstieg in die Zweitklassigkeit auf Anhieb runderneuert in die Bundesliga zurückgekehrt. Und: Der VfB ist drauf und dran, sich mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten in der Bundesliga wieder zu etablieren. Kurzum: Die Euphorie ist in die Schwaben-Metropole zurückgekehrt.

Und um die finanzielle Basis weiter zu stärken, hat Wolfgang Dietrich zuletzt auch Fonds als Anteilseigner der VfB-AG ins Spiel gebracht. 2018 und 2019 will der Verein weitere Anteile verkaufen. Es tut sich also momentan viel rund um die Stuttgarter Fußball-Arena.

Programm-Tipp

Die Höhepunkte des Spiels RB Leipzig gegen VfB Stuttgart sind am Samstag, ab 15:05 Uhr, live in SWR1 Stadion zu hören.

Michael Reschke ist Wolfgang Dietrichs "Königstransfer"

Wolfgang Dietrichs "Baumeister" in dieser Sache ist der vielleicht wichtigste Neueinkauf: Michael Reschke. Der frühere Kaderplaner des FC Bayern München wurde unmittelbar nach der Entlassung von Jan Schindelmeiser Anfang August als neuer VfB-Sportvorstand präsentiert und soll die Stuttgarter mit seiner Erfahrung und seinem Netzwerk zu neuer Blüte führen. Reschke selbst sieht auf SWR-Anfrage Wolfgang Dietrich nicht nur als guten Präsidenten, sondern "als den besten Präsidenten im Moment".

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Reschke über Dietrich

Jens Ottmann

Reschke findet es beeindruckend, "wie Dietrich die Kombination VfB und Stuttgart lebt". Er sei nicht nur Präsident des VfB, sondern auch einer, "der eine unglaublich große Identifikation mit der Region und der Stadt hier besitzt." Außerdem habe der VfB-Präsident diese Kombination "aus gelebter Tradition und dem totalen Willen zur Innovation". Und zwar nicht nur inhaltsbefreit, sondern mit klaren Vorgaben an alle Mitarbeiter, so Michael Reschke gegenüber dem SWR.

Trainer Wolf und sein "großes Vertrauensverhältnis" zu Dietrich

Auch Trainer Hannes Wolf ist beeindruckt von Wolfgang Dietrichs Umtriebigkeit: "Sein Fleiß macht ihn aus", so die Erfahrungen des jungen VfB-Trainers, "er ist extrem präsent und extrem viel hier." Er repräsentiere den Verein gut nach außen und sei "auch intern voll da". Vor der Wahl zum Präsidenten hat Hannes Wolf Dietrich nicht gekannt, jetzt aber sei "ein großes Vertrauensverhältnis gewachsen. Er ist für mich ein wichtiger Ansprechpartner". Die Unterstützung des Präsidenten war "auch in unruhigen Zeiten und dem Druck der Aufstiegserwartung riesengroß", so Wolf.

Ist er ein lauter oder ein leiser Präsident? "Er ist Wolfgang Dietrich, so wie er ist," sagt der VfB-Sportvorstand Michael Reschke, "reflektierend und in einer ganz extremen Weise für seinen Klub da".

Von Kersten Eichhorn