Bitte warten...

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Wagner ist zum Hoffenheimer Anführer gereift

Für Sandro Wagner läuft es derzeit komplett rund: Am Freitag wurde der Stürmer der TSG 1899 Hoffenheim abermals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert, zwei Tage später traf der Angreifer beim 3:0-Auswärtserfolg der Kraichgauer beim 1. FC Köln doppelt.

Sandro Wagner bejubelt seinen Treffer zum 2:0 für Hoffenheim beim 1. FC Köln

Sandro Wagner bejubelt seinen Treffer zum 2:0 für Hoffenheim beim 1. FC Köln

Wagner ist derzeit in der Form seines Lebens: Erst gewann er mit der DFB-Auswahl im Sommer den Confed Cup in Russland, dann schaffte er in der neuen Saison den Sprung zum Stürmer Nummer eins in Hoffenheim. In bisher 15 Pflichtspielen gelangen ihm sechs Tore, vier weitere Treffer legte er auf. Wagner strotzt vor Selbstbewusstsein.

Vorbildfunktion für die "halbe A-Jugend"

Als Routinier hat er in der jungen Hoffenheimer Truppe eine Vorbildfunktion, ist einer der Anführer. "Wir haben ja mit einer halben A-Jugend gespielt", flachste er nach dem Sieg in Köln. Seinen gewachsenen Stellenwert sieht man auch daran, dass er sich den Ball zum Elfmeter schnappte und zum vorentscheidenden 2:0 einschoss. "Das sind leichte Tore, also dachte ich mir: mache ich auch mal eines", sagte der 29-Jährige dem "kicker".


Für Wagner war es der zweite Doppelpack im Trikot der Kraichgauer. Der erste war ihm ausgerechnet gegen Köln gelungen - beim 4:0-Heimerfolg gegen die Rheinländer im Dezember 2016.

Und auch in der Nationalmannschaft ist sein Stellenwert gestiegen. War Wagner beim Confed-Cup-Triumph des DFB-Teams noch Reservist mit nur einem Einsatz, spielte er seitdem eine Hauptrolle. Fünf Treffer in bislang fünf Länderspielen sind eine ausgezeichnete Quote - kein Wunder, dass Bundestrainer Joachim Löw den Stürmer für die Freundschaftsspiele gegen England (10. November) und Frankreich (14. November) nominierte.

Wagner ist ein anderer Stürmertyp als Konkurrenten wie Timo Werner, Thomas Müller oder Lars Stindl. Der Hoffenheimer ist eher der Typ Brecher wie ihn ansonsten nur Mario Gomez verkörpert. Wagner selbst bleibt aber bescheiden: "Ich denke, dass man mit fünf Länderspielen noch nicht von einem etablierten Nationalspieler sprechen kann", sagte der Hoffenheimer im Interview mit dfb.de.

Er gehe daher wie immer mit sehr geringen Erwartungen in die Spiele gegen England (Freitag, 21 Uhr) in Wembley und gegen Frankreich (Dienstag, 20.45 Uhr) in Köln. "Schauen wir mal, welche Einsatzzeiten ich bekommen werde. Ganz egal, wie viele es sein werden - ich werde wieder Gas geben und versuchen, meine Leistung zu bringen." Klar ist: Geht seine Entwicklung so weiter wie in den letzten Monaten, dann darf sich Wagner gute Chancen auf eine WM-Teilnahme ausrechnen.