Bitte warten...

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim "Jugend forsch(t)" bei der TSG Hoffenheim

Dennis Geiger und Robin Hack gaben in dieser Saison ihr Bundesliga-Debüt für die TSG 1899 Hoffenheim. Philipp Ochs kennt die Liga schon länger, will in dieser Saison aber endgültig durchstarten.

Philipp Ochs jubelnd beim Länderspiel der U21 gegen Aserbaidschan

Philipp Ochs erzielte zuletzt bei der U21-Nationalmannschaft einen Doppelpack

Wir schreiben den 15. August 2015. Der erste Spieltag der neuen Bundesliga-Saison steht vor der Tür und bei der Partie der TSG 1899 Hoffenheim bei Bayer Leverkusen sitzt mit Philipp Ochs ein unbekanntes Gesicht auf der Ersatzbank der Kraichgauer. Ochs, zuvor noch nie im Bundesliga-Kader der TSG , wird von Trainer Markus Gisdol acht Minuten vor dem Ende eingewechselt. Nach einem weiteren Kurzeinsatz bekommt der Jungspund unter Gisdol und dessen Nachfolger Huub Stevens keine Chance mehr. Erst seit dem Amtsantritt von Julian Nagelsmann wir das Motto "Jugend forsch(t)" wieder groß geschrieben.

Geiger debütiert gegen Bremen

Fast auf den Tag genau zwei Jahre später, am ersten Spieltag der aktuellen Saison, stutzen die TSG-Fans erneut. Dennis Geiger, ein 19 Jahre alter defensiver Mittelfeldspieler ohne Bundesliga-Einsatz, startet gegen Werder Bremen auf der Sechserposition – und macht seine Sache mehr als ordentlich. "Er ist ein sehr abgezockter, intelligenter Spieler, der auch mal einen Konter des Gegners durch ein taktisches Foul verhindert", so Coach Nagelsmann über den U19-Nationalspieler.

Dennis Geiger mit Anweisungen auf dem Spielfeld

Dennis Geiger gibt im Mittelfeld der Kraichgauer den Ton an

Für Ochs bleibt gegen Bremen nur der Platz auf der Tribüne. Er kämpft mit etablierten Kräften wie Mark Uth, Serge Gnabry oder Andrej Kramaric um Einsatzzeit in der Offensive, hat aber immer öfter das Nachsehen. Nach 13 Einsätzen in seiner Debütsaison 2015/16 kam er im Folgejahr nur noch auf drei Bundesliga-Spiele, weshalb er in der Sommerpause mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit an Trainer Nagelsmann herantrat.

Ochs schon auf dem Sprung

Im Raum stand eine Leihe zu einem Erst- oder Zweitligisten, die letztendlich nicht zustande kam. Kaufangebote aus Neapel und St. Petersburg schlugen die Hoffenheimer aus - schließlich gilt Ochs noch immer als eines der größten Talente des Jahrgangs 1997. Zuletzt profitierte der vielseitige Blondschopf von Verletzungen seiner Konkurrenten. Bei je zwei Einwechslungen in der Bundesliga und der Europa-League sowie der erstmaligen Berufung in die U21-Nationalmannschaft bekam Ochs endlich wieder Spielpraxis.

Bei der U21 traf der Offensivspieler bei seinem Debüt gegen Aserbaidschan (6:1) gleich doppelt und machte so direkt auf sich aufmerksam. Die Situation im Verein schätzt er trotzdem realistisch ein. "Natürlich wird es schwer, wenn alle wieder fit sind", so Ochs nach dem Länderspiel, "ich gebe weiter Gas im Training, man wird sehen, wie es weiterläuft."

Robin Hack im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim

Perfekter Einstand: Robin Hack traf bei seinem Bundesliga-Debüt in Freiburg zum 1:0 für Hoffenheim

Erstes Spiel, erster Treffer

Neben Geiger und Ochs komplettiert Robin Hack das Hoffenheimer Youngster-Trio. Hack feierte am siebten Spieltag beim Auswärtsspiel in Freiburg seine Bundesliga-Premiere und, wie Ochs in der Nationalmannschaft, traf auch der gebürtige Pforzheimer gleich in seinem ersten Spiel ins gegnerische Tor. "Er hat das sehr gut gemacht, war von der ersten Minute an sehr gefährlich", freute sich Trainer Nagelsmann gegenüber dem SWR über den Auftritt seines ehemaligen Jugendspielers: "Er hat das Tor gemacht und hatte auch danach noch zwei super Aktionen."

Zwar musste der 19-Jährige zum Ende der ersten Hälfte nach einem Zusammenprall mit einer leichten Gehirnerschütterung ausgewechselt werden, die ersten Bundesligaminuten des Youngsters machen trotzdem Lust auf mehr.

Fast grenzenloses Potenzial

Die TSG-Jugend forscht also weiter. Nach Niklas Süle, Nadiem Amiri und Jeremy Toljan steht bereits die nächste Riege der Shootingstars in den Startlöchern. Ihr Potenzial ist riesig. Wie weit die Reise geht haben die drei Youngster nun selbst in der Hand.