Bitte warten...

Bundesliga | FSV Mainz 05 "Wir hätten ein paar Punkte mehr haben können"

Nach elf Spieltagen, nach fast einem Drittel der Saison, hat man in Mainz eine erste Bilanz gezogen. Diese fällt, auch wenn es etwas besser hätte laufen können, durchaus positiv aus.

Sandro Schwarz, der Trainer des FSV Mainz 05

Sandro Schwarz, der Trainer des FSV Mainz 05

Mit einem Lächeln auf den Lippen und der Bemerkung "bitte keine Fragen zum Videobeweis", empfängt der Mainzer Coach Sandro Schwarz die Journalisten zur wöchentlichen, kleinen Presserunde. Um dann doch auf den Kölner "Spielüberwacher" der Partie in Mönchengladbach einzugehen. Schwarz spricht in diesem speziellen Fall von einer klaren Benachteiligung in gleich mehreren Situationen, weshalb ein "von der Leistung und Qualität sehr gutes Auswärtsspiel" am Ende nur 1:1 endete.

Verbessertes Freilaufverhalten

Wesentlichen Anteil an diesem Teilerfolg hatte - im Vergleich zur eher dürftigen Leistung eine Woche zuvor beim 1:1 zu Hause gegen Frankfurt - ein stark verbessertes "Freilaufverhalten", d.h. die Bereitschaft auf eigenen Ballbesitz. Dadurch stieg nicht nur die Quote der Passgenauigkeit, sondern das gesamte Spielniveau. Eine Tatsache, auf der sich aufbauen lässt. Rückschlüsse auf die kommende Partie gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln (am Samstag, den 18. November um 15.30 Uhr) lassen sich hieraus dennoch nur wenige ziehen. Laut Schwarz hängt die Qualität des vom ihm angesprochenen Freilaufverhaltens immer vom jeweiligen Gegner ab.

Positive Zwischenbilanz

Die Länderspielpause wird in Mainz genutzt, den ein oder anderen verletzten Spieler wieder ins Mannschaftstraining zu integrieren bzw. näher an das Team heranzuführen. Die Abwehrspieler Bungert, Hack und Bussman dürften genauso wie Linksaußen Holtmann bald wieder einsatzbereit sein, noch wesentlich länger dauert der Heilungsprozess bei Karim Onisiwo (Schulter) und René Adler. Der Keeper kuriert seine Oberschenkelverletzung mittlerweile in Mainz aus und hat mit dem Reha - Programm begonnen. Mit der bisherigen sportlichen Bilanz nach elf Spieltagen kann Trainer Schwarz ganz gut leben, "wir sind nicht soweit weg von dem, was wir uns vor der Saison vorgenommen haben", sagt der Coach, wohl wissend, dass es gegen Hoffenheim (2:3 nach 2:0 Führung) und jetzt in Mönchengladbach durchaus etwas mehr Punkte hätten sein können.

Zentners Slapsticknummer abgehakt

Robin Zentner

Gerade nochmal gutgegangen - Robin Zentner (l.) gegen Lars Stindl

Am Ende der informativen Runde im Pressecontainer sorgte Sandro Schwarz dann für viele Lacher. Thema war die mittlerweile schon kultgewordene Szene von 05-Torhüter Robin Zentner vom vergangenen Samstag, der den Elfmeterpunkt mit dem Ball verwechselte und ein zum Glück ohne Folgen gebliebenes Luftloch schlug. Angesprochen auf die mögliche Konsultation bei einem Facharzt für Augenheilkunde meinte Schwarz: "Wir machen uns dann Gedanken, wenn er dem Kuni (Torwarttrainer Stephan Kuhnert) zwischen die Beine tritt und denkt, es wäre der Pfosten."