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Bundesliga | FSV Mainz 05 "Wir brauchen Emotionalität"

Nass, grau, kalt. Typisches Novemberwetter - passend zur Gemütsverfassung beim FSV Mainz 05. Die Hände in den Taschen vergraben, die Mütze  tief ins Gesicht gezogen beobachtet Coach Sandro Schwarz seine Jungs beim ersten Training der Woche.

Giulio Donati (li.) und Trainer Sandro Schwarz vom FSV Mainz 05

Giulio Donati (li.) und Trainer Sandro Schwarz vom FSV Mainz 05

In der Einheit geht es auch darum, die 1:2-Niederlage beim SC Freiburg endgültig aus den Kleidern zu schütteln. "Das war extrem nervig, so ein Spiel zu verlieren, weil wir das erste mal so das Gefühl hatten, gegen einen Gegner verloren zu haben, gegen den es total unnötig war", gestand der Mainzer Übungsleiter in der auf die Trainingseinheit folgende Presserunde am Dienstag Mittag.

Gute erste Halbzeit wird zum Verhängnis

Nach einer guten ersten Halbzeit habe sich seine Mannschaft zu sicher gefühlt, so Schwarz mit drei Tagen Abstand. Diesen Umstand sieht er als Hauptursache für die Pleite im Breisgau an. Verbunden mit einer klaren Botschaft an sein Team: "Wir brauchen Emotionalität. Wir werden niemals Spiele gewinnen, die wir aufgrund unserer fußballerischen Qualität so runter spielen und sagen: okay, jetzt schießen wir das Tor und gewinnen das Spiel."

Auf der Hut bleiben

Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) gegen den FC Augsburg wird sich ähnliches wohl kaum wiederholen. Die Heimspielatmosphäre und auch die Qualität des Gegners werden automatisch für mehr Emotionen sorgen. Und es gibt keinen Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Der Abstand zum Relegationsplatz ist auf vier Punkte geschrumpft.

Heimstärke und Mainzer Grundordnung

Die Nullfünfer setzen dabei auf inzwischen bewährtes: Eine stabile Grundordnung im  4-3-3 oder 4-1-4-1 System. Und auf ihre Stärke Zuhause. Mit 13 Punkten  sind Schwarz und seine Mannschaft immerhin auf Platz fünf in der Heimtabelle.

Passend dazu hört es auf zu regnen und sogar die Sonne kommt noch zum Vorschein am Ende der ersten Übungseinheit der Trainingswoche. Also ein wenig Licht am Mainzer Horizont. Auch, weil sich mit Yoshinori Muto und Abdou Diallo wieder zwei zuletzt angeschlagene Spieler auf dem Platz tummeln. Und die Sperre für Giulio Donati abgesessen ist.