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Bundesliga | FSV Mainz 05 Schwarz fährt nach München, um zu siegen

Der FSV Mainz 05 reist als großer Außenseiter zum Bundesliga-Spiel beim FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr). Doch die Rheinhessen rechnen sich beim deutschen Rekordmeister durchaus etwas aus.

Sandro Schwarz, der Trainer des FSV Mainz 05, freut sich auf das Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern

Sandro Schwarz, der Trainer des FSV Mainz 05, freut sich auf das Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern

Ein Blick auf die jüngste Historie macht den 05ern dabei Mut. Im März 2016 siegte der FSV bei den großen Bayern mit 2:1. 13 Monate später entführten die Mainzer mit dem 2:2 einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf aus München.

Für Trainer Sandro Schwarz ist die Partie beim Branchen-Krösus ein Highlight - schließlich ist es als Bundesliga-Coach sein erstes Aufeinandertreffen mit den Bayern. Dementsprechend ist seine Vorfreude. "Ich freue mich riesig, es ist etwas Besonderes. Aber wie es genau ist, weiß ich erst hinterher", sagte Schwarz. An seiner Herangehensweise will der Novize gegen das Team von Altmeister Carlo Ancelotti aber auf keinen Fall etwas ändern. "Wir schenken nichts ab. Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können."

Selbstvertrauen ist wieder da

Schwarz wird seine Spieler mit ein paar Videosequenzen aus dem April (2:2) auf das Spiel einstimmen. Die Leistung für eine weitere Überraschung müssen Kapitän Stefan Bell und Co. allerdings selbst erbringen. Nach dem 3:1 gegen Bayer Leverkusen scheint das Selbstvertrauen dafür vorhanden und der Knoten endlich geplatzt.

Auch Defensivspieler Daniel Brosinski freut sich auf den FCB. "Ich habe drei Bundesliga-Tore geschossen. Zwei davon gegen den FC Bayern", sagte Brosinski dem SWR: "Wenn wir auftreten wie in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen und das Selbstvertrauen haben, das wir in den letzten Jahren in München hatten, dann können wir durchaus etwas holen."


Dass es beim Rekordmeister nicht rund läuft, wird in Mainz registriert, aber nicht bewertet. "Das können wir von hier aus nicht einschätzen", sagte Schwarz. Die erste Saisonniederlage der Bayern in Hoffenheim und das schmucklose 3:0 zum Champions-League-Auftakt gegen den RSC Anderlecht wecken bei den 05ern keine zusätzlichen Hoffnungen. "Wir sind der klare Außenseiter", sagte Schwarz. "Wir werden nicht viel Ballbesitz haben. Diese Phasen müssen wir aushalten. Wir müssen gut umschalten und die wenigen Chancen nutzen. Wir brauchen einen guten Spielverlauf und einen starken Torhüter."

Schweres Programm

Bei der Benennung des Kaders müssen Schwarz und sein Team weiterdenken. Die Partie in München ist der Auftakt für eine schwere und kräftezehrende englische Woche. Bereits am nächsten Mittwoch kommt Bayern-Bezwinger 1899 Hoffenheim nach Mainz, drei Tage später kreuzt dann Hertha BSC in der Opel Arena auf. "Darauf müssen wir uns einstellen", betonte Schwarz.

Maxim ist wieder fit

In der Abwehr dürfte der 05-Coach wieder auf die gegen Leverkusen bewährte Fünferkette setzen. Im defensiven Mittelfeld bangt Schwarz um den Einsatz von Danny Latza, der eine Wadenverletzung hat. Alternativen sind erneut Suat Serdar und auch Jean-Philippe Gbamin. Im offensiven Bereich steht Alexandru Maxim wieder zur Verfügung. Zurückgemeldet hat sich auch Jairo Samperio, der eigentlich den Verein verlassen wollte. "Er ist komplett integriert und kommt mit einem Lächeln ins Training", sagte Schwarz.  

Das stürmende Personal ist derweil dezimiert. Yoshinori Muto, der gegen Leverkusen das wichtige 1:1 erzielt hatte, fehlte im Training wegen einer starken Erkältung. Schwarz hofft auf den schnellen Wiedereinstieg des Japaners, denn die weiteren Kandidaten Kenan Kodro (Knöchel) und Emil Berggreen (muskuläre Probleme) fallen aus. "Wir haben keinen Notstand. Auch Robin Quaison, Karim Onisiwo oder Viktor Fischer können in der Spitze spielen", sagte Schwarz. Knapp 3.400 FSV-Anhänger sind im ausverkauften Münchener Stadion dabei.