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Bundesliga | FSV Mainz 05 Kaluza: "Müssen den Machtkampf beenden"

Johannes Kaluza ist ehrenamtlicher Präsident beim FSV Mainz 05. Ohne finanzielle Interessen - wie er vor seiner Wahl stets betonte. Eine angemessene Aufwandsentschädigung ist seiner Ansicht nach aber selbstverständlich. Erst wenn diese und andere Fragen geklärt sind, will er den Weg für Neuwahlen frei machen.


Johannes Kaluza kann die Aufregung und die Negativschlagzeilen der vergangenen Wochen um seine Forderung nach Bezahlung gar nicht verstehen. Schließlich sehen sowohl die Satzung von Mainz 05 als auch das Bürgerliche Gesetzbuch eine Aufwandsentschädigung ausdrücklich vor.

Machtkampf beenden

Angesprochen auf Neuwahlen, lässt Kaluza im Gespräch mit dem SWR sich nur soweit in die Karten schauen, dass er einen Rücktritt mit zwei zentralen Forderungen verbindet: "Die Kompetenzen zwischen Vorstandsvorsitzendem und Aufsichtsrat müssen eindeutiger geklärt werden, damit der Machtkampf endet. Ich schlage dazu einen Verhaltenskodex vor, der das regelt."

Nach Kaluzas Ansicht hat sich der Aufsichtsrat zu sehr in das operative Geschäft eingemischt, statt nur zu kontrollieren. Der zweite Punkt seiner Forderungen betrifft die Aufwandsentschädigung. "Die Höhe der Aufwandsentschädigung für die Position des Vorstandsvorsitzenden muss vor Neuwahlen geklärt sein. Es geht dabei nicht um meine Person, sondern um eine generelle Einschätzung, wie diese Position vergütet werden soll. Das muss klar sein vor der Wahl", so Kaluza.

Neuer Präsident im April?

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11. Januar 2018 sollen diese Punkte geklärt werden. Kaluza würde dann den Weg für Neuwahlen frei machen. Diese könnten dann im März oder April über die Bühne gehen. Also ausgerechnet in der heißen Phase der Bundesligasaison.

Schneller geht es nach Kaluzas Ansicht allerdings nicht, da vor Neuwahlen gewisse Fristen einzuhalten sind, in denen Bewerber geprüft werden und Kandidaten den Mitgliedern ihr Wahlprogramm vorstellen können. Eine Frage ließ Kaluza im Gespräch mit dem SWR allerdings offen: Nämlich, ob er selbst bei einer Neuwahl wieder antreten würde.