Bitte warten...

Bundesliga | FSV Mainz 05 Frustrierte Mainzer kämpfen gegen die Krise

2:0 geführt, die wohl beste Saisonleistung abgerufen und trotzdem in letzter Minute verloren: Der Frust war beim FSV Mainz 05 nach der 2:3-Pleite gegen die TSG 1899 Hoffenheim groß.

Niedergeschlagene Spieler des FSV Mainz 05 nach der Pleite gegen Hoffenheim

Niedergeschlagene Spieler des FSV Mainz 05 nach der Pleite gegen Hoffenheim

Niedergeschlagen sanken die Mainzer Spieler nach dem Abpfiff zu Boden. Kurz vor Schluss hatte Hoffenheims Mark Uth mit seinem Siegtreffer für die Kraichgauer alle Hoffnungen der Rheinhessen zunichte gemacht. Die Reaktion der Zuschauer sprach aber eine eindeutige Sprache: Sie standen auf der Tribüne der Mainzer Arena und bedachten die Mannschaft von Sandro Schwarz mit viel Applaus - trotz des Fehlstarts mit nur drei Punkten nach fünf Spieltagen.

Zuspruch, den sich die 05er verdient hatten. Vor allem in den ersten 45 Minuten zeigte Mainz eine bärenstarke Leistung. Danny Latza (6. Minute) und Yoshinori Muto (16.) sorgten für eine frühe Führung, welche die Hausherren nach dem Hoffenheimer Anschlusstreffer durch Nadiem Amiri (23.) bis zur Halbzeitpause bei Großchancen von Levin Öztunali oder Viktor Fischer hätten ausbauen können. Stattdessen traf Sandro Wagner zum schmeichelhaften 2:2 (45. + 1) für die Gäste, ehe Uth in der Nachspielzeit den Deckel drauf machte.

"Wir müssen jetzt dranbleiben"

Bei Mainz 05 war man bemüht, trotz der bereits vierten Saisonpleite nicht von einer Krise zu sprechen. "Ich habe sehr, sehr viele gute Dinge gesehen", befand Coach Schwarz: "Das gilt es - bei aller Frustration - am Samstag gegen Hertha BSC wieder reinzupacken. Wir müssen jetzt dranbleiben."


Auch bei Sportdirektor Rouven Schröder und Torhüter René Adler war Stolz auf die eigene Leistung zu spüren, aber auch Ärger über die späte Niederlage. "So einen späten Lucky Punch noch zu bekommen, ist ganz bitter. Wir haben alles reingeworfen. Jetzt schauen wir nicht auf die Tabelle, sondern nach vorne", sagte Schröder. Adler war bedient: "Wir müssen uns das selbst ankreiden. Wir haben zwei Tore geschossen, das muss auch mal reichen."

"Im Fußball geht es nicht um Leistung, sondern um Punkte"

Der Keeper war restlos bedient: "Wir können den Zuschauern nicht immer ein Spektakel bieten. Heute sollte jedem klar geworden sein, dass es so nicht geht. Wir müssen anfangen zu verteidigen und auch mal zu Null spielen."

Adler wollte von einer drohenden Krise nichts wissen, verschloss aber auch nicht die Augen vor der Realität: "Unter dem Strich ist es unsere Schuld, weil wir den Sack nicht zugemacht haben. Im Fußball geht es nicht um Leistung, sondern um Punkte."

Punkten sollten die Mainzer nun möglichst bereits im Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr). Sonst wäre die Krise wohl endgültig da - allen positiven Ansätzen zum Trotz.