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Borussia Dortmund | Anschlag Sprecherin: Ein Verdächtiger festgenommen

Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus einen Verdächtigen festgenommen. Insgesamt gebe es zwei Verdächtige, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, in Karlsruhe.

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Zudem sprach Köhler von einem terroristischen Hintergrund der Tat und möglichen islamistischen Bezügen. Im Zuge der Ermittlungen zu dem Attentat, bei dem die drei Sprengsätze eine Wirkung bis zu 100 Meter hatten, haben die Behörden die Wohnungen von "zwei Verdächtigen aus dem islamistischen Spektrum" durchsucht. Eine der beiden Personen wurde vorübergehend festgenommen. Der Erlass eines Haftbefehls wird geprüft.

Köhler bestätigte den Fund von drei gleichlautenden Bekennerschreiben mit islamistischen Inhalten. Theorien über linksradikale Motive erscheinen der Bundesanwaltschaft derzeit als unwahrscheinlich.

"Größtmögliche Öffentlichkeit"

Die Sicherheitsbehörden in NRW bleiben unterdessen in Alarmbereitschaft und schließen auch weitere Taten nicht aus. "Wir müssen davon ausgehen, dass es einen sogenannten Gefahrenüberhang gibt, das heißt, dass die Täter zur Zeit noch nicht gefasst sind, aber zugleich weitere Taten ankündigen, und das müssen wir, und das werden wir ernstnehmen", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD). Den Tätern in Dortmund sei es offensichtlich darum gegangen, mit ihrer Tat "größtmögliche Öffentlichkeit zu erzielen". Jäger appellierte zugleich: "Wir werden uns in NRW dem Hass und Terror nicht beugen, egal aus welcher Richtung er kommt."

Bartra auf dem Wege der Besserung

Der beim Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund verletzte Marc Bartra ist indes auf dem Wege der Besserung. "Er hat die Operation gut überstanden", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball. Der Dortmunder Abwehrspieler hatte sich am Dienstagabend bei dem Anschlag einen Bruch der Speiche sowie Fremdkörper-Einsprengungen am rechten Handgelenk zugezogen. Der Spanier wurde unmittelbar nach dem Vorfall operiert. In der laufenden Saison dürfte der 26-Jährigen aber voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen. Vor dem neu angesetzten Spiel, zeigten Dortmund und Monaco-Fans gemeinsam Solidarität für den Abwehrspieler.