Bitte warten...

Bilanz | 1. FC Kaiserslautern Der Tayfun war eher ein laues Lüftchen

Die Hinrunde des 1. FC Kaiserslautern hatte Höhen und viele Tiefen. Von Euphorie zum Jahreswechsel ist bei den Roten Teufeln nichts zu spüren - und jetzt ist auch noch der Trainer weg.

Jubelnder Osayamen Osawe,  Robin Koch, der frustrierte Uwe Stöver, und  FCK-Fans mit Pyrotechnik.

Der 1. FC Kaiserlautern blickt auf Hinrunde mit ein paar Höhen und viele Tiefen zurück

Ein halbes Jahr hat Tayfun Korkut als Trainer des 1. FC Kaiserslautern durchgehalten. Einen Tag nach Weihnachten hat er seinen Vertrag dann aufgelöst. Sein erstes Halbjahr bei den Roten Teufeln löst beim Ex-Trainer gemischte Gefühle aus: "Auf und Abs." Und das entspricht bei genauerer Betrachtung einem realistischen Rückblick. Der Start mit fünf Spielen ohne Sieg inklusive drei Niederlagen sorgte für Ratlosigkeit und Frust in der Pfalz.

Die Kritik an der Mannschaft, vor allem aber an Korkut, nahm Fahrt auf. Der FCK-Coach geriet sofort unter Druck. Dass der Kader mit 14 Neuzugängen und vielen jungen Spielern fast komplett umgebaut wurde und die Verletztenliste lang war, hat die Kritiker nicht irritiert. Nun wird spkeuliert, dass die zurückhaltende Transfer-Politik der Grund war, warum Korkut in der Winterpause das Handtuch warf. Demnach sah Korkut mit der aktuellen Mannschaft keine Perspektive mehr.

Abstiegsangst beim 1. FC Kaiserslautern

Schon ging die Angst um beim Blick auf die Tabelle. Immer wieder musste Sportdirektor Uwe Stöver als "Club-Ruhepol" auftreten. Das wirkte. Korkut durfte und konnte mit dem Team in Ruhe weiterarbeiten und das mit Erfolg. "Ich bin auf eines stolz: Dass die Mannschaft in so einer schwierigen Phase es geschafft hat, durchzukommen. Da hat sie funktioniert."


Der 3:0-Sieg gegen den VfL Bochum war der Startschuss für eine Serie und für Stürmer Osayamen Osawe die Chance, sich nach seiner Suspendierung wieder als Teamplayer zu zeigen. Alle drei Treffer erzielte der Engländer nach seinem unerlaubten Paris-Trip. Versöhnung war angesagt, denn dank Osawe gab es auch gegen Fürth den nächsten Dreier. Der FCK blieb sieben Spiele ungeschlagen. Ein wichtiger Faktor: Die starke Abwehr. Kaiserslautern kassierte die zweitwenigsten Gegentreffer der Liga. Jung-Profi und Innenverteidiger Robin Koch wurde zu einer der Entdeckungen der Hinrunde.

Die Roten Teufel treffen nicht

Soweit so gut. Doch trübte eine "Serie in der Serie" die Stimmung - drei Mal in Folge gab es ein 0:0. Die Überschrift "Hinten stabil – vorne schwach" passte Woche für Woche. Das große Problem der Lauterer: Das Tore-Schießen. Mit gerade mal elf Treffern stellt der FCK den schlechtesten Angriff der Liga - zusammen mit dem Karlsruher SC und Schlusslicht St. Pauli.


Auch aufgrund der dürftigen Torausbeute wurde das Ziel "20 Punkte plus X" verpasst, aus 17 Spielen holte der FCK 19 Punkte. Das "ist für uns definitiv zu wenig", urteilt Uwe Stöver. Der Sportdirektor sieht die Offensivschwäche ebenfalls als Hauptmanko: "Da gilt es den Hebel anzusetzen. Mit Spielern wie Przybylko, mit Kerk und hoffentlich einem Zoua, der eine komplette Vorbereitung mitmachen kann." Die Trefferausbeute muss erhöht und die Schwankungen müssen abgestellt werden. Nur dann wird das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz realistisch.