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Basketball | Playoffs Ulm scheitert im Halbfinale

Das ist das Ende der Ulmer Titel-Träume. Im entscheidenden Spiel des Playoff-Halbfinales musste Ratiopharm Ulm gegen die EWE Baskets Oldenburg von Anfang an hinterherlaufen.


Was war das für eine knappe Nummer? Da läuft Ratiopharm Ulm fast das gesamte Spiel einem schier aussichtslosen Rückstand hinterher, um sich dann im letzten Spiel des Playoff-Halbfinales gegen die EWE Baskets Oldenburg doch noch einmal zurückzukämpfen. Doch es reichte nicht. Ein Pass ins Nichts von Per Günther wenige Sekunden vor dem Ende beim Stand von 74:76 entschied das Spiel. Dass Oldenburgs Bester, Rickey Paulding, im Gegenzug seine beiden Freiwürfe verwandelte, war dann nur noch Formsache.

Am Ende hieß es 75:78 und Oldenburg steht im Finale gegen die Brose Baskets Bamberg. Damit trat genau das Ereignis ein, vor dem Ulms Trainer Thorsten Leibenath so häufig gewarnt hatte: Die punktbeste Mannschaft der Basketball-Bundesliga, die in der Hauptrunde sämtliche Rekorde gebrochen hat, muss am Ende ohne Pokal in die Sommerpause.

Ulm wartete lange auf den furiosen Endspurt

Hauptrunden-MVP von Ratiopharm Ulm, Raymar Morgan, fand gegen im entscheidenden Spiel im Playoff-Viertelfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg nur selten ins Spiel.

Hauptrunden-MVP Raymar Morgan fand gegen Oldenburg nur selten ins Spiel

Die Ulmer, die schon im Viertelfinale gegen die MHP Riesen Ludwigsburg über die vollen Spiele gehen musste, begannen sehr nervös. Die Würfe fielen nicht, Oldenburg nutzte die Schwäche aus und zog davon. Die EWE Baskets verteidigten konzentriert, Ulm setzte die ersten zwölf Dreier allesamt vorbei und suchte vergeblich nach seinem Rhythmus. Besonders gegen Oldenburgs Urgestein Paulding, in der ersten Hälfte mit 19 Punkten bester Werfer auf dem Feld, fanden die Gastgeber kein Mittel. "Ich wollte schon schauen, ob der Korb zugenagelt ist", haderte Ulms Geschäftsführer Thomas Stoll in der Halbzeit-Pause, als Ulm mit neun Punkten hinten lag (31:40). Er hoffte auf Besserung - vergeblich.

Erst in der Schlussphase drehte Ulm noch einmal auf und kam kurz vor Schluss noch einmal bis auf einen Punkt heran (70:71/37.). Vor allem Topscorer Raymar Morgan riss in dieser Phase das Spiel an sich. Die Gäste behaupteten in der aufgeheizten Arena ihre knappe Führung, Ulms Spielmacher Per Günther warf neun Sekunden vor Schluss den Ball ins Aus. Der Rest war dann nur noch Formsache.

Entsprechend enttäuscht war Ulms Spielmacher Per Günther nach der Partie.


Oldenburg trifft im Finale auf Bamberg

Schon am Sonntag (15.00 Uhr) findet das Auftaktspiel beim Favoriten aus Franken statt, der im Halbfinale Bayern München ausgeschaltet hatte (3:0). Es wird erneut im Modus best of five gespielt.