Kleine Kinder beim Fußballspielen am Mittwoch (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH)

Corona | Breitensport

Landesregierung RLP wird Coronaverordnung für den Sport wohl abändern

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Die aktuelle Coronaverordnung des Landes Rheinland-Pfalz hatte bei den Sportbünden und Vereinen für Unverständnis gesorgt. Jetzt scheint es so, dass die Landesregierung die Regeln überarbeiten wird

So, wie die Coronaregeln aktuell gelten, bestünde für den Amateursport die Gefahr, dass vor allem für die Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, je nach Warnstufe kein Trainings- und Spielbetrieb mehr möglich ist. Seit dem 12. September 2021 gelten folgende Regeln: Bei Warnstufe 1 sind maximal 25 nicht immunisierte Personen auf dem Sportplatz oder in der Sporthalle zulässig, bei Warnstufe 2 reduziert sich diese Personenanzahl auf 10, bei Warnstufe 3 auf 5 Personen. Geimpfte und Genesene können ohne Begrenzung Sport treiben.

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Diese Regeln haben in der vergangene Woche den Landessportbund mit seinen Sportbünden auf den Plan gerufen. Der Protest war groß, es gab schnell Gespräche zwischen Politik und Sport. Wohl mit Erfolg, wie Walter Desch, der Präsident des Fußballverbandes Rheinland, im Interview mit SWR Sport sagt: "Man hat uns für den Sport Entwarnung gegeben. Wir hoffen, dass man für den Sport, für die bis 17-Jährigen, egal welche Warnstufe ist, immer 25 nicht geimpfte zulassen würde." Laut Desch soll die Landesregierung diese Nachjustierung bereits am Dienstag dieser Woche beschließen.

Modell für den Jugendsport

Die zusätzliche Belastung der Jugendleiter und Jugendtrainer müsse, so Desch, ebenfalls reduziert werden. Die ehrenamtlichen Trainer seien mit den aktuellen Regeln sowieso schon überlastet. Die Tatsache jetzt auch noch den Impfstatus jedes einzelnen Kindes abzufragen, gehe über das zumutbare Normalmaß hinaus, so der FVR-Präsident.

Die Regel, dass unabhängig der geltenden Warnstufe, die bis 17-Jährigen am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen dürfen, soll, laut Walter Desch, vorerst bis zum 30. November 2021 gelten. "Ich gehe davon aus, dass die Impffortschritte bis dahin groß sind", meint Desch. "Wir haben im Gegenzug dem Gesundheitsministerium einen Vorschlag gemacht, dass wir im Sport intensiv impfen. Die Sportjugend Rheinland-Pfalz hat sich bereit erklärt, in Zusammenarbeit mit der Impf-Koordination des Landes, Impftermine ganz speziell für die 12 bis 17-Jährigen anzubieten. Wir hoffen, dass so die Impfquote markant steigen wird."

Die rheinland-pfälzische Landesregierung plant, dem Jugendsport entgegenzukommen und berät morgen im Kabinett über eine Änderung der Corona-Verordnung, ob die Corona-Verordnung angepasst werden kann. Das teilte das Gesundheitsministerium dem SWR mit.

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