Lockerungen im Sport für Jugendliche in RLP beschlossen (Foto: imago images, Imago)

Corona | Breitensport

Landesregierung RLP ändert Coronaverordnung zugunsten des Jugendsports

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Die aktuell geltende Coronaverordnung des Landes Rheinland-Pfalz hatte bei den Sportbünden für heftige Kritik gesorgt. Nach intensiven Gesprächen hat die Landesregierung die Regeln für den Jugendsport jetzt überarbeitet und abgeändert.

Direkt nach der Veröffentlichung der seit Sonntag, 12. September 2021 gültigen 26. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz hatte der Landessportbund (LSB) das Gespräch mit der Landesregierung gesucht und die getroffenen Vorgaben kritisiert. Der LSB sah eine Aufrechterhaltung des Trainings - und Spielbetriebs vor allem im Jugendsport gefährdet. Je nach geltender Warnstufe wäre es den Vereinen nicht mehr möglich gewesen, den Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren einen geregelten Sportbetrieb anzubieten.

Warnstufen für Kinder und Jugendliche in Sport und Kultur werden angepasst

Das Warnstufensystem für Kinder und Jugendliche im Sport-, Jugendverbands- und Kulturbereich wird nun flexibler gestaltet. Kinder und Jugendliche mussten in Zeiten der Pandemie zurückstecken und viele Einschränkungen in ihrem Lebensalltag akzeptieren. Der Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch, sagt im SWR Interview: "Wir haben mit dem organisierten Sport, aber auch mit der Kultur, vereinbart, dass sich Kinder und Jugendliche darauf verlassen können, egal wie die Warnstufen in Rheinland-Pfalz aussehen. Sie können bis zum 30. November immer in Gruppen von 25 getesteten Kindern, Geimpfte und Genesene zählen nicht dazu, miteinander Sport machen. Und im Gegenzug wollen wir gemeinsam noch mal die Impfanstrengungen für Kinder und Jugendliche mit mehr Angeboten erhöhen, so dass wir auch sicher sein können, dass Kinder und Jugendliche im Winter auch Sport machen können."

Anpassung läuft vorerst bis zum 30.November 2021

Das Gesundheitsministerium und der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz haben diese Anpassung der Verordnung zeitlich bis zum 30. November 2021 befristet. In den kommenden Wochen wollen Land, Sport und Kultur gemeinsam weiter für mehr Impfungen - nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern insbesondere auch für Erwachsene - werben. Laut Pressemitteilung der Landesregierung liegt in Rheinland-Pfalz die Erstimpfquote der 12 bis 17-Jährigen bei über 40 Prozent. Vollständigen Impfschutz haben bereits 28 Prozent.

Landessportbund RLP begrüßt die Lockerungen

Christof Palm, Hauptgeschäftsführer des Landessportbunds Rheinland-Pfalz, zeigt sich ebenfalls zufrieden mit den neuen Regeln. "Der Landessportbund freut sich sehr, dass die Stimme des organisierten Sports seitens der Landesregierung gehört und wertgeschätzt wird. Im Großen und Ganzen sind wir mit dem jetzt gefundenen Kompromiss einverstanden", so der LSB-Vertreter im SWR Gespräch.

Amateurvereine reagieren positiv

Fabian Tautenhahn ist 2. Vorsitzender des TSV Zornheim in der Nähe von Mainz. Er hatte sich beispielgebend für viele kleinere Klubs im Land für eine Abänderung der seit dem 12. September 2021 geltenden Coronaregeln für den Amateursport eingesetzt. Für Vereine wie den TSV Zornheim waren die Regeln nur sehr schwer oder gar nicht umsetzbar. Auch Tautenhahn ist mit der Feinjustierung der geltenden Coronaverordnung erst einmal glücklich: "Es ist gut gedacht und gut gemacht. Zum ersten Mal. Für uns ist es möglich, den Trainingsbetrieb für die nächsten Wochen erst einmal aufrecht zu erhalten. Wir können jetzt endlich mit den Kindern fest planen", so der TSV-Vorstand im SWR Interview.

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