Ein Gruppe Fußballer bei einem Trainingsspiel auf einem Rasenplatz, im Vordergrund ein Spielball der Bundesliga (Foto: imago images, Zink)

Breitensport | Corona

Neue Corona-Verordnung in RLP spaltet den Jugendfußball

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Die seit Sonntag gültige 26. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz ist kaum veröffentlicht, da meldet sich der Amateursport zu Wort. Der Trainings- und Spielbetrieb, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, könnte darunter leiden.

Fußball-Jugendtraining beim TSV Zornheim bei Mainz. Viele Kinder rennen auf dem Kunstrasenplatz durcheinander, Eltern stehen am Spielfeldrand und sprechen unter anderem auch über die neuen Corona-Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz und die möglichen Konsequenzen für den Amateursport.

Wie lange darf gekickt werden?

Bald könnte es schon wieder vorbei sein. Am vergangenen Wochenende gab es für die D-Jugend des TSV Zornheim gerade das erste Saisonspiel. Zeitgleich allerdings trat die neue Corona-Verordnung in Kraft. So wie in tausenden Sportvereinen im Land wird auch in Zornheim diskutiert: Was bedeutet die neue Verordnung ganz konkret? Fabian Tautenhahn ist der 2. Vorsitzende des TSV: "Jetzt kommt so eine Spaltung, dass ein Elfjähriger noch spielen darf, der nächste wird demnächst 12 und darf dann gegebenenfalls nicht mehr spielen. [...] Da kommt eine Mail mit einer Umsetzungsfrist von drei bis fünf Tagen und dann erwartet 'Vater Staat', dass wir das umsetzen. Das ist für einen Verein wie uns, mit 1.600 Mitgliedern, unmöglich", sagt Tautenhahn fast schon resigniert.

Die Corona-Verordnung spaltet die D-Jugend

Seit Sonntag verschärft die neue Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz aber auch wieder die Regeln für den Sportbetrieb. Von den neuen Vorgaben sind Kinder bis elf Jahre nicht betroffen. Sie zählen wie Geimpfte und Genesene. Ab dem 12. Geburtstag gelten die Kids wie Erwachsene. Das heißt, wenn sie auf jeden Fall Fußball spielen wollen - unabhängig von den drei Corona-Warnstufen - müssen sie geimpft oder genesen sein. Und in der D-Jugend sind manche Kinder eben elf, andere schon 12.

LSB fordert Änderung der Regeln

Der Landessportbund ist mit der Politik im Gespräch, will die Regelung kippen. Eine Entscheidung über eine mögliche Änderung könnte nach SWR-Informationen schon Mitte nächster Woche im Landtag in Rheinland-Pfalz fallen. Viele Eltern empfinden die neue Regelung wie eine Impfpflicht durch die Hintertür. So könnte die Saison für die D-Jugend in Zornheim sowie für viele andere Sportmannschaften im Land im schlechtesten Falle schon schnell wieder vorbei sein, bevor sie richtig begonnen hat.

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