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Fabian Schleuseners (links) Formkurve zeigt wie die des KSC nach oben

3. Liga | Karlsruher SC Der KSC auf den Spuren der Meistersaison

Vor der Saison als absoluter Meisterschaftsfavorit bezeichnet, dann aber miserabel gestartet. Unter Trainer Alois Schwartz rollt der Karlsruher SC das Feld nun von hinten auf.

Fünf Jahre ist es her, dass der Karlsruher SC seine bislang letzte Saison in der 3. Liga spielte. Am Ende wurde der KSC Meister und kehrte nach dem Abstieg in der Vorsaison direkt wieder in die 2. Bundesliga zurück. Woran sich allerdings kaum noch jemand erinnert: auch die Meistermannschaft 2012/13 startete miserabel in die Saison.

Eine Parallele, die sich ohne Probleme auch zur KSC-Mannschaft dieses Jahres ziehen lässt. Nach sieben Spielen stand in beiden Jahren lediglich ein Sieg zu Buche, das Umfeld wurde unruhig. Die Vereinsführung – zumindest im Spätsommer 2012 – allerdings nicht. Markus Kauczinski, damals noch KSC-Trainer, wurde trotz des schlechten Starts die Treue gehalten, und er startete mit den Badenern durch. Im Gegensatz zu Marc-Patrick Meister, der nach fünf Spielen der laufenden Spielzeit vor die Tür gesetzt wurde.

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Fußball | Karlsruher SC

"Die Jungen machen's gut"

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Trainer Alois Schwartz über die aktuelle Situation des KSC

Starke Bilanz unter Schwartz

Nachfolger von Meister wurde Alois Schwartz, der in seinen ersten neun Partien stolze 16 Punkte einfuhr. Kurios ist dabei, dass der KSC heute, identisch wie das Team vor fünf Jahren, auf dem neunten Platz der Tabelle steht – mit damals wie heute 22 Punkten auf dem Konto. "Wir bleiben auf dem Boden", bleibt Schwartz betont sachlich, "und schauen von Spiel zu Spiel".

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Fußball | Karlsruher SC

"Ich habe jedes Training genutzt"

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Fabian Schleusener spricht über seine Verletzung und die Situation des KSC

Zuletzt spielte Karlsruhe sogar wie ein Spitzenteam, ist seit vier Spielen ungeschlagen und konnte in Rostock erstmals auswärts gewinnen. Die Tabellenspitze ist zwar etwas weiter entfernt, als noch vor fünf Jahren. Fortuna Köln auf dem zweiten direkten Aufstiegsplatz zwei ist mit neun Punkten Vorsprung aber noch nicht außer Sichtweite. "Im Fußball kann es unglaublich schnell gehen – nach oben wie auch nach unten", warnt der Trainer mit einer weiteren Formulierung, die für das Phrasenschwein taugt, vor übertriebener Euphorie.

Torjäger nach Kreuzbandriss

Sinnbildlich für den Aufschwung im Wildpark steht Fabian Schleusener. Der Neuzugang wurde nach einem Kreuzbandriss wieder fit und traf in den neun Ligaspielen unter Schwartz schon fünf Mal. "Er hat einen übertriebenen Ehrgeiz, arbeitet hart dafür, immer weiter zu kommen", wird Schleusener von seinem Coach gelobt. Mit ihm im Sturmzentrum scheint Karlsruhe seinen Fixpunkt gefunden zu haben. Der wahre Schlüssel zum Erfolg ist allerdings die neugewonnene Stabilität in der Defensive.

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Fußball | Karlsruher SC

"Das haben wir uns aber auch erarbeitet"

SWR

KSC-Trainer Alois Schwartz spricht über seine Taktik mit der Mannschaft

David Pisot und Daniel Gordon wirkten zu Saisonbeginn überfordert mit ihren Aufgaben im Abwehrzentrum, auf beiden Außenverteidiger-Positionen wurde munter hin- und hergewechselt. Der vor der Saison neu zusammengestellte Defensivverbund kassierte bis zu Schwartz' Amtsantritt satte 14 Gegentreffer in sechs Spielen. Der gebürtige Nürtinger schaffte es, die Abwehr zu stabilisieren. Jonas Föhrenbach und Matthias Bader starteten in allen Schwartz-Spielen auf den beiden Außenpositionen. Zudem wurde der verletzte Kapitän Kai Bülow von Marcel Mehlem gut vertreten. Nur vier Gegentreffer kassierte der KSC unter Schwartz.

Schlüsselspiele nach Länderspielpause

Bei aller Euphorie, die momentan rund um das Wildpark-Stadion aufkommt, bleibt Vorsicht geboten. Die nächsten Partien gegen Zwickau und beim Tabellenführer Paderborn dürften den KSC-Fans aber zeigen, wohin die Reise in dieser Saison noch gehen wird. Wer weiß: vielleicht lässt sich ja am Ende noch eine weitere Parallele zur Meistersaison 2012/13 ziehen.